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Wegen der kalten Jahreszeit
und den Feiertagen liebe ich die Beschäftigung mit Modelleisenbahnarbeiten.
Besonders Umbauten von Loks auf andere Systeme der
Stromversorgung und Stromart sind eine Herausforderung.
Nachdem es diese Lok scheinbar nicht als
HAMO-Version gibt, reizt mich der überschaubare
Umbau. Vielleicht kann diese Lok dann Walters
Oldtimerwagen auch auf den Steigungs- stellen
seiner Modellbahnanlage erfolgreich hochziehen. Zur Verwirklichung sind zuvor folgende Dinge zu
beschaffen: Hamo-Magnet, Rad- schleifer
(eventuell Selbstbau, wenn von Hamo keine passenden zu
finden sind) und Isolierbuchsen für drei Räder.
- Weiters
müssen für die spätere Montage der Räder einfache
Montagevorrichtungen hergestellt werden.
Lok
Nr 2 wurde als Spiellok für meine Enkel beschafft. Sie
war defekt, der Motor und die Achsen drehten
sich nicht mehr, sodass hier ein wenig Bastelarbeit
anfiel. Der Schaden konnte mit einfachen
Mitteln recht rasch behoben werden. Nun läuft die
kleine Lok wieder perfekt und die Enkel können viel Spaß
damit haben. Nachem ich Lok Nr 1 an
meinen Eisenbahn-Nachbar verschenkt habe, wo sie an- fangs
gut auf den Steigungswendeln gezogen hat ist sie
angeblich schlecht ge- worden. Ich kann das
nicht nachvollziehen, aber ....
Da mir die Lok
sehr gut gefallen hat habe ich eine Gelegenheit
gefunden, noch eine solche Lok zu kaufen und
für den Eigenbedarf in eine Gleichstromversion umzubauen.
Die Corona Krise bietet dazu eine gute Gelegenheit.
Falls notwendig muss ich passende
Isolierbuchsen für die drei Achsen beschaffen und auch
einen Hamo Magneten. - Wenn alle Teile
beisammen sind, kann der Umbau beginnen.
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 KLVM
Nr 1 (Umbau DC)
Video

KLVM Nr 2 (Service)
Video

KLVM Nr 3 (Umbau DC)
Video |
Umbauarbeiten an der
KLVM in eine Zweileiter-Gleichstromlok
Am Beginn der Umrüstung stand die Zerlegung und
Reinigung der Lok. Die Feldspule und der Umschalter wurden entfernt. Nach Einlangen des Hamomagneten kann
der Motor wider eingebaut werden. Dann wurden die Räder auf
einer Seite (die ohne Zahnrad) mit dem Abzieher von den
Achsen entfernt.
Auf der Drehbank wurden
die Bohrungen für die Isoliebuchsen hergestellt.
Anschließend wurden die Isolier- buchsen
vorsichtig eingepresst. Allerdings konnten nicht die
2mm-Innendurchmesser-Buchsen von Märklin verwendet
werden, sondern die von Trix Express, wegen des größeren
Achsdurchmessers von 2,5mm. Jedes Rad mit der
eingepressten Isolierbuchse wurde dann auf der Drehbank
eingespannt und die vorstehende Isolierbuchse
auf 0,8mm flachgedreht. Im Gegenzug mussten am
Fahrgestell auf Seite der Isolierbuchsen die 0,8mm
vorstehenden Abstandshalter an den Achslagern abgefräst
werden, da andernfalls die Spurweite zu groß und
die Räder nicht weit genug auf den Achsen sitzen würden.
Dann wurden die drei Räder aufgepresst.
Im
nächsten Arbeitsschritt wurden die Schubstangen
montiert. Dabei war zu beachten, dass die Stange auf Seite
der isolierten Räder, beim Zylinder Kontakt
zum Fahrgestell hat, was zu einen Kurzschluss führen
würde. Daher musste als einfache Lösung eine Bohrunhg
in den Zylinderblock eingebracht werden, in die ein
Kunst- stoffröhrchen eingeklebt worden ist. Die Schubstange
läuft daher isoliert und ist das Problem damit gelöst.
Nach Einbringung von etwas Schmieröl wurde das
Fahrgestell mit einer Lok am Testoval einige Minuten lange
gezogen und geschoben, wobei auch die
Weichenkombinationen problemlos überfahren wurden.
Nachdem die Hamomagneten geliefert worden
sind, konnte
der Motor zusammengebaut und angeschlossen werden. Der Fahrtest
war grundsätzlich in Ordnung und die Kontaktgabe von den
Schleifern und von den Achsen im Fahrgestell
perfekt. Um der Lok ein etwas höheres Gewicht zur
Verbesserung der Zugkraft und der Kontaktgabe zu bescheren
wurde ein Zusatzbleistück anstelle des
Fahrtrichtungsumschalters eingebaut. Einzig der
teilweise taumelnde Lauf der Lok ist optisch
störend. Zur Vermeidung dieser Tendenz wurde mehr- fach
der Seitenschlag der montierten Räder
kontrolliert, doch konnten aber nur sehr geringe
Taumelbewegun- gen festgestellt werden.
Möglicher
Weise fällt das Taumeln der Lok bei schneller Fahrt und
in Gleisbögen deshalb auf, da sich die kleinen
Räder rascher und öfter drehen als bei anderen Loks. Bei
"originalgetreuer" Fahrgeschwindigkeit fällt das Taumeln
allerdings nicht auf. - Sieht man sich Videos von
vergleichbaren Originalloks bei deren Fahrt an, dann
wackeln und taumeln diese auch erheblich; also könnte
man das bei dem kurzen Radstand der KLVM ebenfalls
akzeptieren.
Weiters wurde ein
Zugkrafttest durchgeführt. Die kleine Lok schafft es
trotz nur einer angetriebenen Achse überraschend locker,
die 7
Trix Express Blechwagen mit Beleuchtung(sschleifern) mit
insgesamt 1,25kg, aus dem Stand auf der leichten
Steigung am Testoval anzufahren. Drei oder vier leichten
Zweiachserwagen sollten auch auf Steigungen auf
der Anlage meines Freundes kein Problem sein. Der Fahr-
und Zugversuch zeigte, dass in der Lok viel
Kraft steckt und sie den Zug mit den alten Wagen
problemlos die Steigung hinaufziehen kann.
Daher schenkte ich sie unserem Freund Walter.
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Zerlegung beginnt |
Räder abgezogen |
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Einbau der die ersten isolierten Achsen |
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die Isolierbüchsen sind oben zu erkennen |
Abdeckplatte für Kontakltfeder |
alle Achsen eingebaut |
Fahrgestell mit dem Abzieher |
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Isolierbuchse ist eingebuat |
Schubstange in Isolierbuchse eingebaut |
Kontakte um Mittelkontakt ergänzt |
Ansicht der Kontaktanliegeflächen |
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Hamomagnet eingebaut |
zusätzliches Bleigewicht eingebuat |
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Lokuntersicht auf Schleifer |
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fertige Lok |
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Servicearbeiten an
einer schwarzen
KLVM
Nachdem ich die erste
KLVM auf Zweileitersystem umgebaut und an ihn ver- schenkt
habe, wollte ich für meine Enkel eine
Wechselstromvariante beschaffen. Die liebe
kleine Lok eignet sich als Spielzeug für den Anfang beim
Modellbahn- spielen recht gut.
Die
übliche Probefahrt ergab, dass sich der Motor nicht
dreht. Das war auch so im Angebot beschrieben
gewesen. Nachdem das auch bei der ersten KLVM oben so war, wusste
ich mir zu helfen. Eine ordentliche Reinigung und genaue
Beschau löst das Problem rasch. Die Ursache,
dass sich die Antriebsachse nicht drehte, war eine am
Antriebslager verriebener
Motor-Ankerwellenstummel. |

KLVM
Video |
Am Beginn der Arbeit wurde das Gehäuse abgenommen.
Danach wurden dei Kohlebürsten entfernt und das Ankerschild
demontiert. Das Drehen des Ankers war nicht möglich,
sodaß er ausgebaut werden musste. Nur so lässt
sich feststellen, ob das Getriebe einen Schaden hat,
oder das Problem am Anker liegt. Nach der Reinigung
der Teile mit Waschbenzin wurden die Teile leicht geölt
und der Motor wieder zusammengebaut. Jetzt
läuft die Lok wieder. Um das Umschaltverhalten zu
verbessern wurde der Fahrtrichtungswechsler nach-
justiert. Damit können die Enkel die Spielzeuglok zum Modellbahnspielen verwenden.
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die Lok nach dem Service |
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Umbau
der Nr 3 für Zweileiter-Gleichstrombetrieb (Hamo)
Nachdem ich die erste KLVM auf
Zweileitersystem umgebaut habe muss nichts Neues
erfunden werden. In Anlehnung an die Beschreibung des Umbaues bei
Nr 1 wird vorgegangen. Zuerst wurden der
Fahrtrichtungsumschalter, der Motor und der Schleifer
ausgebaut. Danach wurde die Magnetspule des Motors gegen
einen Hamo-Dauermagnet ausgetauscht und der
Kollektor für den neuen Betrieb gerei- nigt. |

Video |
Der nächste Schritt war die
EInfräsung des Fahrgestells an den Lagerstellen, damit
die richtige Spurbreite (!4mm) und
genügend Achsspiel nach der Montahge der Isolierbuchsen
in den Rädern bleibt. Die Isolier- buchsen
haben einen Flasch mit 1,2mm hohem Steg, der die
Einfräsungen bedingt. Für mich ist die Ein- spannung
und die Einrichtung der Fräse immer eine heikle Arbeit.
Diesmal wurde das Spannfutter zuers mit einen
2,5mm Bohrer bestückt, mit dem die Fräse in die genaue
Position über der Lagerbohrung gestellt wird. Diese
Einstellung wird fixiert. Dann wurde die Messing
Lagerbohrung mit einem 5mm Bohrer um 1,5mm ab- gebohrt,
damit sie dem Fräser nicht "imm Weg" ist. Danach konnte
mit einem 7mm Fräser 1,2mm tief in das Fahrgestell
gefräst werden. Schließlich wurde wieder mit dem 2,5mm
Bohrer der Grat weggebohrt. Derart wurde auch
bei den anderen zwei Bohrungen vorgegangen.
Anschließend
wurden die Naben der Räder auf den Durchmesser der
Trix-Express Isolierbuchsen (3,5mm) aufgebohrt
und die Buchsen eingeschlagen und die Überlänge
abgeschnitten. Nun wurden die Räder einge- baut
und die Räder mit dem kleinen Präzisionsschraubstock
aufgepresst. Sie laufen schlagfrei - Juhu!
Zuletzt wurde das Fahrgestell
lackiert und der Anbau eines Hamo Radschleifers vorbereitet.
Am Hamo- Schleifer wird für die zweite Achse ein
Zusatzschleifer aufgelötet. Da die Antriebsachse mit
Haftreifen bestückt ist, wird der Kontakt an
diesem Rad nur bescheiden ausfallen, aber gelegentlich
doch helfen.
Der
Motoreinbau verlief ohne Probleme. Jetzt konnte an der
Stelle des Fahrtrichtungsumschalters ein zusätz- liches
Bleigewicht montiert werden. Vor der Befestigung des
Gewichtes wurde eíne kleine Schraubenfeder in der
Mittelbohrung über Achse 2 eingebaut, wodurch die Achse
an die Schienen gedrückt wird und damit die Kontaktgabe
des mittleren Radschleifers verbessert wird.
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die Lokteile |
Motor |
leeres Fahgestell |
es wird gefräst |
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EInfräsungen und Radnabenbohrung fertig |
Einbau der Achsen |
die Achsen sind eingebaut |
im Zylinder ein Kunststoffrohr zur Isolierung wegen der
Schubstange |
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Mittlelfeder wird hergestellt |
fertiges Fahrgestell mit Zusatzgewicht |
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der modifizierte Hamo-Radschleifer |
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