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   F7B  (Märklin)  -  Ergänzung mit einer fahrerstandslosen Bachmann US-Diesel-Mittellokomotive
 


 Wie man weis führen US-Bahnunternehmen elendslange Güterzüge in Mehr-
 fachtraktion. Da meine Märklin Santa Fe Diesellokkombination die einzigen
 amerikanischen Fahrezuge in meiner Sammlung sind, würde deren allfälliges
 Umherfahren auf einer einfachen Modellbahnanlage irgendwie uninteressant
 wirken. Die langen Züge gehen sowieso nicht, also sollte zumindest eine gewisse
 Zugslänge bestehen, damit das nach etwas aussieht. Die Suche nach einer
 Mittellok bei Märklin geht geldlich in unannehmbare Höhen, denn das Modell liegt
 ja jahrelang nur in der Schachtel.... Um auch Spass zu haben, suchte ich Bastelar-
 beit und stiess auf Loks aus dem Hause Bachmann (made in China). Die Dinger
 laufen mit Gleichstrom, im Zweileitersystem und  sind mit je 4 angetriebenen
 Achsen, ohne Haftreifen aber hohem Gewicht. interessant.
 




für Märklin umgebaute Mittellok
Typ F7B (Bachmann)
 Natürlich gäbe es auch dort eine Doppelgarnitur nach dem Märklin Santa Fe Typ, aber auch die kostet fast
 Märklinpreise. Die gleiche Garnitur gibt es von einer anderen Gesellschaft aber zu einem drastisch niedri-
 gerem Preis, aber in anderer Farbgebung. Jetzt entstand der Reiz zu versuchen, die fahrerstandslose Mittellok
 für das Märklinsystem umzubauen und zumindest silbrig zu lackieren. - Jahre danach konnte ich ein original
 lackiertes Bachmann-Lokgehäuse zukaufen.


 Der Umbau für das Märklinsystem
 
 Nach Erhalt der Lieferung aus Deutschland, also nicht aus Amerika wie man bei der Bestellung annehmen
 könnte, schon garnicht aus China, was am Lokboden vermerkt ist, staunt man über das hohe Gewicht der
 Loks. Man könnte meinen, es handle sich um Märklinloks älterer Bauart, die ja auch alle schwergewichtig
 waren. Nun, die schönen und fein modellierten Bachmann-Loks, sind natürlich nicht mit einem für Märklin nutz-
 baren Kupplungssystem und mit Gleichstrom Antriebstechnik ausgestattet. Hier bahnt sich also Handlungs-
 und Bastelbedarf an... Gut so!

 Die Demontage des zarten Kunststofflokgehäuses legt die Technik der Bachmann Lok frei. Ein für mich
 groß aussehender Mittelmotor mit großen Schwungmassen treibt über Kardanwellen und einem Schneckenge-
 triebe die Zahnräder der Drehgestelle an. So weit so gut, aber das brauche ich nicht, denn mir genügt diese
 Mittellok als Mitläufer ohne jeglichem Antrieb.
 Nach dem Entfernen je einer kleinen zarten Schraube fallen die Drehgestelle aus dem Chassis. jetzt kann
 der Drehgestellrahmen abgeklickst werden, sodass man die einzelnen Räder sehen und auch die Achsen
 ausklicken kann. In jedem Drehgestell wurde dann das Übertragungszahnrad von der Schnecke zum Achsan-
 trieb entfernt, wodurch der Antriebsmotor nurmehr Staffage/Gewicht ist und die Achsen frei drehen können.
 Bedauerlicher Weise war die Gehäusehöhe rund 1,5mm höher als bei den Märklinloks. Also musste vom
 Chassis die Differenz abgefeilt werden. Auch die Befestigungsstummel mussten gekürzt werden, eine beson-
 ders heikle Arbeit. Aber es gelang und nun passt alles. Die Lokbreite ist bei Bachmann einen Millimeter ge-
 ringe als bei Märklin, aber das fällt nicht auf.
 
 Der nächste Schritt bestand aus der Montage von Märklin Kupplungen an der Lok. Die erste Bauvariante
 bestand in der Befestigung der Kupplungen am Chassis. Denkfehler - die Kupplung ist starr und daher bewirkt
 die andere Lokkupplung ein Aushebeln der Lok, da der Haltebügel zu klein ist und der Kupplungshaken der
 anderen Lok nicht weiter ausholen kann. Also mussten die Kupplungen ab- und am Drehgestell angeschraubt
 werden. Das wenige Material dort, am zwar richtigen Ort, bewirkte bei mir vorerst Stirnrunzeln. Die praktische
 Umsetzung gelang aber, wobei man sehr auf den Lokabstand achten musste und das eine drastische Umfor-
 mung der Märklinkupplungen erforderte. Es gelang den gleichen Abstand wie zwischen den Märklinlokteilen
 einzuhalten.

 Jetzt funktioniert das Zugsystem mit drei Loks. Im Schubbetrieb und in einer Fahrtrichtung ergab sich anfangs
 fallweise Entgleisungsgefahr, da die Spurkranzhöhe der Bachmannloks nur etwa halb so hoch wie bei Märklin
 ist. Die Gefahr zu entgleisen stammte jedoch zu einem großen Teil auch von einer zu festen Verschraubung
 der Drehgestellzentralschraube, die das Drehgestell zuvor an der freien Bewegung ("Geländegängigkeit") ge-
 hindert hat. Jetzt läuft die Lok auch im geschobenen Betrieb problemlos auch über Weichen.

 Die Umlackierung stand nun am Plan. Mit einem neuen Airbrushset standen viele Fragezeichen im Raum. Die
 Verwendung wasserverdünnbarer Farben und die damit verbundene Gefahr der Verstopfung der Spraydüse
 war belastend. Die ersten Sprayversuche verliefen aber erfolgreich, sodass ich das Gehäuse zu lackieren
 begann. Schließlich gelang es in mehreren Spraygängen, das Gehäuse deckend alufärbig zu lackieren. Der
 Unterschied zu den Märklinlokteilen ist sichtbar aber nicht störend.
 Einzig die Lackierung der Farbstreifen in rot und gelb kann wegen derer dünnen Art nicht erfolgen, da ich leider
 nicht mehr gut genug sehe. Und, denke ich, im rauen Fahrbetrieb wird ja auch nicht so genau darauf geachtet,
 dass alle Fahrzeuge farbgleich zusammen passen. Alles in Allem bin ich zufrieden, denn die neue Mittellok
 gefällt mir und entspricht meinen Vorstellungen.

 Einige Jahre später konnte ich schließlich ein originales Bachmann Gehäuse günstig ersteigern, welches mit
 zwei "Handgriffen" gegen das von mir ehemals umlackierte Gehäuse ausgetauscht wurde. Damit sieht das
 Lokomotiv-Dreiergespann natürlich noch schöner aus.

  
die zerlegte Lok      erster Farbvergleich 
lackierte Drehgestellrahmen montiert  die neue Seitenansicht    die neuen Kupplunhgen 
  das Loktrio     
   
die originale Bachmann Frontlok mit ihrem ehemaligen zweiten Lokteil  Vergleich  Bachmann zu Märklin (stimmt sehr genau überein)    
mit neuem Gehäuse (orig. Bachmann)