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   E 94  Bausatzmodell  aus ~1949 (Fa. Göls, Wien) 
 
 
 
Von meinem Freund Johann erhielt ich eines Tages einige Fragmente einer
 E 94 aus Messing.
Bei genauerer Beschau stellte ich fest, dass es sich um ein
 Handarbeitsmodell handelt. Alle Teile sind aus Messing gefertigt und verlötet
 oder / und verschraubt. Offenbar war auch der Einbau eines Motors vorgese-
 hen, doch fehlt dieser. Dieses Modell ist vermutlich aus einem Bausatz zusam-
 mengebaut worden, den man ehemals beim Hersteller Göls oder bei Modell-
 bau Sperl, in Wien, kaufen konnte. Damals gab es noch keine serienmäßig
 hergestellten  Modelle einer E 94, die man auf das Gleis stellte und sie fuhren. 

 Durch Zufall Internet klärte sich alles auf: Das Modell müsste einem Bausatz der
 Firma Göls, Wien, entstammen. Allerdings findet man im Internet auch als Her-
 steller / Vertreiber Modellbau Sperl und Firma ema, die von Göls Bausätze oder
 Teile davon verkauft haben. So weit diese Angaben stimmen, wurde der Bausatz
 ab 1946 bis 1955 angeboten. Ab 1955 gab es in Wien / Österreich betriebsfer-
 tige Loks von Kleinbahn und Liliput zu kaufen .


E 94 Handarbeitsmodell, Hersteller Göls, Wien (1946-1955)
 
 Ich möchte die massive Lok nur gering überarbeiten, damit sie im Zustand der Übergabe bleibt und als
 Standmodell verwendet werden kann. Ein Einsatz auf Modellbahngleisen im Heimformat scheitert ohne-
 dies wegen des dafür erforderlichen Schwenkbereiches der Drehgestelle. Derzeit könnte nur ein Kreis
 mit mindestens 2m Durchmesser befahren werden.  Die Abmessungen der Lokomotive sind auch
 gigantisch, denn sie übertrtifft zB. die L.ü.P. der E 50 von Trix Express um einige Millimeter. Den Ma-
 stab kenne ich nicht, habe ihn auch nicht nachgerechnet; es wird wohl  M 1 : 87 sein.

 Betreffend den Antrieb dürfte vom Hersteller vorgesehen gewesen sein, dass je Drehgestell eine Achse
 via Zahnradgetriebe vom Motor (aus deutschen ex Heeresbeständen) angetrieben wird. Von dieser
 Achse könnte geplant gewesen sein, die beiden anderen Achsen im Drehgestell mittels Peesen anzu-
 treiben, denn hinter den Radscheiben sind Peesenscheiben vorhanden. Eine schwierige Sache, doch
 vielleicht hatte der Erbauer keine andere Möglichkeit für den  Antrieb der Achsen, denn ein Getriebe
 wäre eine technisch schwierig herzustellende Lösung gewesen.
 
 Unterhalb sieht man einige Bilder der Lokomotive, die gleich nach dem Erhalt und der Ausbesserung
 angefertigt wurden. In erster Aktion wurde versucht die Lackfehler auszubessern, damit die Lok optisch
 besser aussieht. Etwas später wurden alle Fenstercellone erneuert. Interessant war auch festzustellen,
 dass die Puffer gefedert ausgeführt sind. Leider fehlt einer, den ich allerdings in Starrversion nachfge-
 fertigt habe.

 Das genaue Baujahr der Lok ist ungewiss. Zur Zeit sieht das alte Modell schön aus, ohne dass eine
 umfangreiche Restaurierung durchgeführt wurde. - Diese E 94 ist ein interessantes und bewunderns-
 wertes Modell, welches von mir sorgsam aufbewahrt wird.

       
E 94 (Ausgangsmodell, Fa. Sperl, Wien.)       
       
    Stromabnehmer gut gearbeitet  
Ansicht Drehgestell     Stromabnahme auf Peesenrad
die farblich nachgebesserte Lok