| |
|
|
|
|
|
|
Auf der Suche nach
Modellen schwerer Dampfloks ähnlich der BR 52,
stieß ich auf eine aktuell brauchbar aussehende BR50 aus
DDR-Produktion. Wie immer bin ich an Reparaturen
der Loks interessiert und wenn sie
preisgünstig sind, noch mehr. Also schlug ich zu und
kaufte gerne die BR 50 001 Dampflok von
Piko.
Sie ist in der "Glanzlackausführung"
ausgeführt und sieht also wie eine fabriksneue
Lok aus.
Natürlich gibt es bei den Windleitblechen, am Fahrerhaus
und am Tender ein kleines Glanzproblem, welches aber akzeptabel ist, da
die Lok ja ca. 50 Jahre auf
dem Buckel hat. - Wie vom Verkäufer angegeben,
gibt es mit dem Antrieb zumindest EIN Problem. Später
ergab sich, dass die ganze Lok ein Problem ist. Nach dem Erhalt der Lok bewegte sie
sich tatsächlich keinen Zentimeter weit, was klar
ist, denn die vorderen Radachsen im Knickfahrgestell
haben eine krasse Fehlstellung und blocken durch die
nun falsch stehenden Kuppelstangen den gesamten Antrieb. Damit
die Lok vielleicht doch fahren kann, hat der Vorbesitzer
die Kuppelstangen zwischen dem vorderen und hinteren
Knickteil entfernt. Weiters hat er die Steuer- stangen
entfernt. Er machte das in der Hoffnung, dass damit alle Fahrwerkspro bleme gelöst
wären. Dem
war aber nicht so, wie nachstehend zu lesen
ist......
Vorweg, die Lok hat mich
geschafft und ich kam trotz allerlei Anstrengungen nicht zu
einer ordentlich laufenden BR 50 001. Von einer
"Zwischenreparatur" gelangte ich in die nächste
und ständig ergaben sich nach den Teilreparaturen wieder
neue und schwierig zu behebende Fehler.
Nachstehend wird über die einzelnen Repara- turfasen berichtet.
Leider musste ich mich mit einem
unbefriedigenden Ergebnis meiner Anstrengun- gen
bei dieser Lok abfinden. Ich habe ,eine andere BR 50
besorgt und verglichen, ob diese zweite Lok
nicht doch besser läuft, etwa so gut wie die E 44 und E
46 Loks.- Kurz vorweg, es ist gelungen, Lok Nr
2 läuft wirklich gut. Zu der "neuen" Lok ist
der Erfahrungsbericht unten zu finden.
|

BR 50 001, Lok Nr. 1, Piko/Gützold
Fahrvideo

BR 50 001, Lok Nr. 2,Piko/Gützold
Fahrvideo |
|
Reparatur der
BR 50 001, Lok Nr. 1 .... eine unendliche Geschichte
Bevor
mit der Arbeit zur Reinigung und Instandsetzung des
Motors begonnen wurde, legte ich mein Augen- merk
auf den Antriebsstrang und begann mit dessen Reparatur. - Nachdem
bei der Lok zwei Kuppelstangen fehlten, musste
an Zukauf der originalen Teile gedacht werden. Da diese
nur zu einem extrem hohen
Preis angeboten wurden, wurden ähnliche bei Märklin beschafft.
Etwaige Abweichungen können leicht nachgear- beitet und
passend gemacht werden, was dann aber nicht nötig
war. Jedenfalls begann die
Zerlegung der Lok durch einfaches Abnehmen des
Kesselgehäuses.
Fahrwerksprobleme 1
Als erste Aufgabe war der
Zustand des Getriebes zu prüfen. Der Antriebsstrang zu
den Radachsen war in Ordnung. Dass die Lok
nicht lief war Folge der Rad-Fehlstellungen die dazu
führten, dass es zur gegenseiti- gen Behinderung mit
den diversen Kuppelstangen kam. Durch Abbau des
Kessel-Blechgewichtes konnte das Fahrgestell im
Knickgelenk mit geringem Druck etwas stärker abgebogen werden, woduch die
beiden vorderen Achsen ausgekuppelt und frei verdreht
werden konnten, sodass die richtige Radstellung auf
einer Seite der Lok erreicht wurde. Auf der anderen
Lokseite standen die beiden vorderen Räder auch falsch.
Mit Vorsicht aber größerem Krafteinsatz konnten
mit den beiden Daumen, durch dementsprechendes Verdrehen
der Räder, deren Fehlstellungen korrigiert
werden. - Diese Methode ergibt aber meist eine Lockerung
der Kunststoffradscheiben auf den Achsen, die
danch Ursache für eiernde Räder ist. - Später ergab sich
und wird beschrieben, dass hier viel Arbeit
investiert werden musste, um halbwegs "rund" laufende
Räder zu bekommen. Alleine die auf den
Radscheiben aufgezogenen Radreifen stellen ein Problem
dar, da sie auch oft schgräg sitzen und daher
eiern.
Zur Achsenfehlstellung kam es
dadurch, dass das Knickfahrwerk zu viel in Höhenrichtung
zugelassen hat. Nach meiner Meinung muss die Lok nicht "geländegängig"
sein, also dass der hintere
und der vordere Knick zu viel Knickwinkel
zulässt, wodurch die es zum Ausklinken der vorderen zwei
Achsen kommt. So weit ich die Konstruktion der
Lok verstehe, sind am Fahrgestellgewichtsblock
die oberen zwei langen Gewichtsstreifen beim
Motorblock die Höhenknickbegrenzung, da sie am
Motorblock einen Anschlag finden. Bei der Lok waren
sie deutlich nach oben gebogen und das ließ zu
großes Abknicken des Rahmenteile zu.
Mit den Kuppelstangen konnte
das Ausklinken der Zahnräder nicht verhindert werden, da
die Langlöcher in den Kuppelstangen dazu zu
lange sind und daher keine exakte Bewegung übertragen
können. Der Vorbe- sitzer hat die
Kuppelstangen im Knickgelenk ausgebaut, in der
Hoffnung, dass es danach gleichgültig ist, wie
die beiden vorderen Achsen stehen, wenn sich die
Zahnräder wieder einklinken. Das stimmt zwar, wenn die
Radscheiben fest auf ihren Achsen sitzen. Durch
vorherige Versuche die Radfehklstellungen zu beheben,
sind eben die Radscheiben bereits gelockert
worden, sodass schon geringe Kräfte zu unkontrollierten
Bewe- gungen der einzelnen Räder führten. - Aus
die Maus! Um das Zuviel des Höhenknicks zu
verhindern, müssen die schon erwähnten oberen zwei
Gewichtsstreifen gerade gebogen werden. Sie
dürfen nur geringes Spiel zum Motorblock haben, nur
soviel dass es bei der Kurvenfahrt keine
Knickbehinderungen gibt. Das damit eingestellte Speil
reicht auf leicht gewellten Gleislagen für gute
Fahrt aus. Bei unüberlegt starken Knicks des Gleises zB am Beginn
einer Steigung kann die Lok nun Schweirigkeiten kommen.
In dieser Fase wurden die merklich wackeligen Radscheiben
abgezogen und mit Loctide grün wieder be- festigt. Dazu müssen
alle Teile fettfrei sein, was bei mir leider nicht
gegeben war. Nach Testfahrten von einer Viertelstunde ergab
sich schon wieder ein Rad- oder Steuerungsproblem, wie
es nachstehend beschrieben wird.
Motorservice
und Kurzschlussbehebung
Nun
musste der Motor überholt werden, damit die Funktion
des Fahrgestells unter Motorleistung überprüft werden konnte.- Beim Motor
wurde wie beim Rest der Lok, bereits gebastelt, was dazu
führte, dass die Kohlenandruckfedern keine richtige
Stellung aufwiesen. Die Schleifkohlen waren sehr lang,
dürften also ausgetauscht worden sein. Die Herstellung
verbesserter Federstellung erlaubte nun, die
Schleifkohlen gegen ständige Verdrehung zu schützen, damit in
beiden Fahrtrichtungen eine annähernd gleiche
Fahrgeschwindig- keit zustandekommt. Dann wurde der Kollektor
mit Waschbenzin gereinigt und die Kohlen wieder
eingesetzt. Der Motor wurde mit 12V Strom angespeist
und begann zu laufen. Langsam erhöhte sich die Drehzahl
und alle angetriebenen Achsen bewegten sich
richtig.- Vermutlich durch einen Vorbesitzer wurde, wie
schon zuvor erwähnt, an
den Rädern herumgearbeitet, was zum Seitenschlag
fast aller Räder führte. Mit viel Mühe konnte das
Ausmass der Ausschläge verringert werden.
Beim
ersten Fahrversuch zeigten sich zwei
Kurzschluss-Stellen. Eine ist am Knickgelenk, wenn in
bestimmten Fahrgestell-Stellungen der
Spurkranz an die Radachse des Mittelzahnrades im Gelenk
berührt. Die zweite be- stand in der von einem
Vorbesitzer eingebauten Vorlaufachse mit Spurkranz. Bei
bestimmten Kurvenstellun- gen berührte das Rad
auf der Plus-Seite einen Rahmennietkopf, wodurch es zum
Kurzschluss kam. Diese Probleme wurden mit
kleinen Stücken von verstärktem Tesa-Isolierband
entschärft. Jetzt blitz es nicht mehr, aber es
ist ungewiss, wie langew das Tesa gewebeband hält.
Bei
der Fertigstellung der Lok trat die Gewissensfrage auf,
belasse ich die Lok im Auslieferungszustand oder verschönere
sie mit durch leichte Zusatzarbeit. - Da die
Wagner-Windleitbleche schon einmal einen Anstrich
erhalten haben dürften, war eine Glanzlackierung
angebracht. Weiters
sind die Auftrittenden mit roter Farbe bemalt, sodass
ich das auch am Modell durchführen möchte. Damit sieht
die Lok ja auch ein wenig besser aus. Was den inzwischen
Durchgeführten Fahrtest betrifft ist zu sagen, dass die
Lok mit einem 14V-Trafo nicht sehr
schnell fährt. Nach einigen Runden am Gleisoval
schaltet der Überlastschalter des Trafos ab, was erah- nen
lässt, dass der Motor sehr viel Strom aufnimmt.
Später mit einem Labornetzteil gemessen sind es 4,5A bei 16V! Meinerseits ist der Einsatz der Lok ohnedies nicht für ständigen
Betrieb vorgesehen. Damit mehr Power vorhanden
ist, wurde auf einen alten Kleinbahn Trafo
zurückgegriffen. Mit dem Trafo kann die Lok mit höherer Spannung
betrieben werden und dann zeigt sich bei längerem Fahrbetrieb,
ob sich weitere Schwachstellen zeigen werden. -
Und die machten sichgnadenlos bemerkbar....
Steuergestänge defekt
Natürlich
fiel mir auf, dass eine Steuerstange an der Steuerung
beidseits fehlt. Das hing mit den Laufproble- men
der Lok zusammen, die der Vorbesitzer mit der Entfernung
der beiden Steuerstangen beheben wollte. Leider zeigten sich bei dem langen
Probelauf weitere Probleme mit den Steuerstangen. Beidseits löste sich
der Niet der Schubstange am Steuerungsgleitstück. Das
bedingte eine weitergehende Zerlegung der Lok und der Freilegung des Getriebeschachtes, damit das
Steuerungsgestänge entfernt werden konnte. Nach der umständlichen
Neuvernietung der Schubstangenniete sah die Sache gut
aus. Der
Zusammenbau, insbeson- dere das Einhängen der
Radschleifer hinter dem Steuerungsgestänge, forderte
reichlich Geduld. Endlich konnte die Lok wieder
auf die Schienen gestellt und gefahren werden. Es
störte mich die ganze Zeit schon, dass die Lok ziemlich
langsam fährt. Gut, das ist auch eine Sache der Übersetzung
und eine schwere Güterzuglok ist eben keine
Schnellzuglok. Zufällig berührte ich die untere Schleifkohlenhalterung
und der Motor drehte deutlch schneller. Beim genauen
Hinsehen sah ich, dass die An- pressfeder nicht
im vorgesehenen Führungsschlitz liegt, da dort Material
abgebrochen war. Die lange Schleif- kohle wurde
abgefeilt und ein neuer Schlitz eingesägt und die
Anpressfeder mit mehr Vorspannung versehen. Jetzt
liegt die Feder besser an und der Motor dreht deutlioch
höher. Nach einigen Runden plötzlich
wieder eine
Entgleisung. Der Grund war, dass sich ein Rad der ersten
Antriebs- achse gelöst hatte, weil sich die
Halteschraube der Schubstangen gelöst hatte und die
herabgefallene Schub- stange die Lok aushebelte. Nun konnte
man sehen, dass an der Schraube schon früher einmal
herumgemurkst worden ist, sodass es jetzt zum Crash
gekommen ist. Um das losgelöste Rad besser auf der Achse
befestigen zu können, wurde die Achse mit
einer scharfen Beißzange eingekerbt und danach mit Loctide
befestigt. Auch das ramponierte Schraubengewinde
im Rad wurde mit Loctide benetzt und die Schraube so weit als
nötig eingedreht. Nun musste gewartet werden,
bis die Loctide-Klebestellen ausgehärtet sind. Und siehe
da, jetzt läuft die Lok (derzeit) wieder.
Ja sie läuft gut und wackeklt dabei durch die unrund
aufgesteckten
Räder, aber sie läuft. Interessanter Weise schafft
sie mit montiertem Kesselgehäuse nur in einer
Fahrtrichtung das Testoval. In der anderen "zwickt" der
Radsatz an der Bogeneinfahrt. Ein Test auf der
Konsti-Bahn mit Kleinbahn-Gleisen wird zeigen, ob die Lok
verwendbar ist; dort sind die Kreisradien eine Spur größer. -
Die Lok lief auf der Konsti-Bahnplatte mit den
Kleinbahn-Gleisen. Allerdings nur eine Zeit lang. Dann
löste sich neuerlich der Niet der Schubstange an der
Steuerung.
Fahrwerksprobleme 2
Die Reparatur des Nietes bedurfteneuerlich der weitgehenden
Demontage der Lok im Bereich der
Antriebs- teile.Bei dieser Gelegenheit wurde festgestellt,
weshalb sich die Zahnräder des vorderen
Gelenkteiles bei diversen Gelegenheiten ausklinken und
ein Radstellungschaos ergeben. Ursache ist der
Distanzbügel, der die beiden Fahrgestellteile in richtige Distzanz zu
einander bringen soll. Er musste um ca. 1mm kürzer eingestellt
werden, was durch verbiegen auf einer Seite gelang. Nach
Zusammenbau der Lok erfolgte wieder eine längere
Testfahrt. Doch nun löste sich der Niet der Schubstange
auf der anderen Steuerungsseite. Wiederum alles
ab- bauen usw. Die Reparatur bedurfte der weitgehenden
Demontage der Lok im Bereich der Antriebsteile. Die
Reparatur der beiden Niete wurde noch
verbessert (hoffentlich), indem die Hinterseite der Niete verlötet
worden ist. - Nach dem Zusammenbau
neuerlich eine Probefahrt, die bisher ausreichend lange
war.
Doch die beiden Gelenkteile führen
bei der nächsten Fahrt ein wackeliges Eigenleben, dessen Ursache
vor- erst nicht einfach zu finden war. Vor allem die
Radstellung an der motorseitig ersten Achse war, obwohl
nicht so deutlich sichtbar, schlecht und
diente als Auslöser. Es
scheint, als wäre die dort befestigte Kuppelstange zu
kurz??? Die ausgemergelten Radnaben sind ja noch
immer das goße Problem, da sie vom Vorbesitzer teilweise schon gesprengt
worden sind. - Meine "Klebung" mit Loctide grün hält
aber auch nur so lange, bis eine Krafteinwirkung, wie
sie sich beim Ausklinken des Getriebes des
vorderen Knickfahrgestells ergibt, wieder gelockert wird. Hier würde wohl nur ein neue Radsatz
weiterhelfen, aber selbst dann ist fraglich, ob das Wackeln
damit beseitigt sein würde.
Doch bei
längerer Testung kristallisierte sich das mögliche,
eigentliche Problem der wackeligen Knickele- mente und
den in der Folgeder verdrehten Räder heraus: Es
sind die Schiebelemente, die Gleitstücke der Steuerung.
Bedingt durch
meine Nietversuche wurden die Gleitelemente
zusammengedrückt und erzeugten großen Widerstand beim
durch die Schubstangen ausgelösten Verschieben. Die
nicht einfache Herstellung eines ausreichenden Spieles
dieser Gleiter war heikel, da ich die Lok nicht wieder
total zerlegen wollte. Aber es glückte und auch mit Hilfe
eines Öltröpfchens läuft die Lok wieder brauchbar.
Allerdings mussten nach der Gleiterreparatur
neuerlich am vorderen Knicklgelenk die zwei verdrehte
Räder neu befestigt werden. Die ohnedies schon
teils geprengten Radnaben wurden mit kleinen Tröpfchen
dünnflüs- sigem Superklebers auf die Achsen
"geklebt". Wie lange das hält, wissen nur die Götter....
Schon vorweg gesagt, nicht lange.
Dann lief die Lok fast ohne Wackeln, doch kam
es zur Geräuschbildung, die durch am Gehäuse in
bestimm- ten Positionen anliegenden
Fahrwerkteilen verursacht worden ist. Beim genauen
Hinsehen könnten es die motorseitigen
Radschleifer sein, die an den Imitaten der Feuerbüchse
anliegen können. Das Gehäuse wurde dezent
abgefräst, um damit innenseitig Spiel zu den Schleifern
herzustellen. Das half nicht gänzlich. Auch
bei der Fahrt in der Geraden gab es die Geräusche, die
also nicht von den Radschleifern kommen kön- nen,
aber vielleicht durch das ständig schräg daherkommende
Lokgehäuse, begründet sind. Nun wurde ein etwa
2mm dickes Schaumstoff-Klebeband am Getriebeteil des
Motors aufgeklebt, um das Gehäuse gerade zu stellen.
Und siehe da, die Lok fährt jetzt nahezu mit gerader
Gehäusestellung und ohne die Schleifgeräu- sche. Es
fragt sich nur wie lange und auch in Bögen?
Bei Bogenfahrt
ergab sich merkbare Belastung des Antriebsmotors. Durch
die Verkleinerung der Spurweite der Vorlaufachse deutlich verbessert werden. Da sieht man,
was 1mm an der Spurweite auslösen kann. Ob das
die wirkliche Ursache war???
Zusammenfassend
betrachtet, beende ich die Reparaturversuche an der nun
halbwegs brauchbar nach vorn laufenden Lok;
nach rückwärts läuft sie fast perfekt. Um diese
Fahrtrichtung eher zu verwenden, werde ich in den
Tender nun doch noch eine Beleuchtung einbauen, damit
die überdimensional großen Lampenbohrungen, die
ein Vorbesitzer herstellte, optisch
kaschiert werden. - Im Vergleich zu den E-Loks der
44iger- und 46iger Serie ist meine BR 50 kein besonders
gutes Beispiel früherer DDR-Wertarbeit. Es funktioniert
die etliche Jahre ältere BR 42 001, auch ohne
Service (!), nach 60 Jahren deutlich besser. Die BR 50-Lok
fährt und sie ist ja als Sammelobjekt jetzt
doch ansehnlich geworden
und das genügt mir. Und wenn sie mal vor einen Zug mit
leichten Wagen eingesetzt werden sollte, wird
die Stromaufnahme von 4A auch kein Grund sein, sie
einige Runden fahren zu lassen.
Allerdings
waren meine Fahrversuche dann doch wieder ein Paar Runden zu lange
gewesen.
Neuerlich kam es zu einem Desaster mit sich
lockernden Radscheiben. Nun startet der letzte Versuch,
der Lok das fahren beizubringen. Siehe unten.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Ansicht der Ausgangssituation |
|
Fehlstellung ? |
das Knickgelenk ist OK |
 |
 |
 |
 |
|
die Lok mit korrigierten aAdstellungen |
|
Anisht der oberen 2 Blechstreifen: müssen ungebogen
bleiben! |
Fahrgestell ohne Vorlaufachse |
 |
 |
 |
 |
|
neue Vorlaufachse mit doppelseitig isolierten
Radscheiben |
probeweise ist Lok zusammengestellt |
Ansicht Rahmen |
das Knickgelenk |
 |
 |
 |
 |
|
ein Niet hielt die längere Testfahrt nicht aus, musste
nachgenietet werden |
da hat schon jemand "gebastelt" - brrrr |
Schwachstelle Anlenkung Schubstange |
Fahrwerk wird weiter zerlegt, Abdeckung zum Getriebe
wird entfernt |
 |
 |
 |
|
|
lockerer Niet der Schubstange |
Abstandhalter der Knickfahrwerke (Bügel mit 2 Schrauben) |
Fahrwerk fertig für die Montage der beidseitigen
Steuerungenj |
|
 |
 |
 |
 |
|
BR 50 001 fertig |
|
|
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Ein letzter
Reparaturversuch wird gestartet
Nun
plagt mich die Lok schon reichlich lange und es ist
derzeit kein Ende mit Besserung in Sicht. Endlich läuft sie brauchbar und
schon wieder beginnt das Chaos. Diesmal beginnt die Lock
wieder zu "humpeln", was ein Zeichen dafür ist,
dass sich schon wieder eine Radscheibe gelockert und
verdreht hat. Bei eingehender Be- schau und händischen
Versuchen den Antrieb zu bewegen, rutsch dieser leer durch. Die Ursache dafür war
ein Übertragungszahnrad, welches sich seitlich
verschoben hat, sodass es vom Motor nicht mehr angetrieben
wer- den konnte. Und als sich so schaute, da kam Grausen
auf, ob des Drecks im Fahrgestellrahmen und
zwischen den Zahnrädern.
Es blieb nicht
aus, auch der Motor musste wieder ausgebaut werden, damit nach
dem künftigen EInbau der Radachsen die
Funktion des Zahnradgetriebes leicht feststellen zu
können. Der Zerlegte Motor ließ am Kol- lektor erkennen,
dass die Lok reichlich Kilometer gelaufen sein dürfte.
Bei der ehemals schlechten Materialver- fügbarkeit
in der DDR, ist der Kollektor nur aus minderwertigem
Messingblech hergstellt worden, welches starke Abnützung
bedingt. Auch denke ich, ist das Material der
DDR-Schleifbürsten sehr hart, sodass ein star- ker
Abrieb entsteht. - Der Kollektor wurde über arbeitet und wird
wieder eingebaut werden.
Die Überlegung
zur Verbesserung der Radstellungen endete darin, alle Achsen
auszubauen und deren Rad- scheiben auf die
richtige Stellung (90 Grad-Versatz von einer zur anderen
Seite) und auf festen und zentrischen Sitz und auf
weitgehende Schlagfreiheit (eiern) zu prüfen. Letztere
Prüfung erfolgt auf der Drehbank, wobei ein Rad
am Radreifen eingespannt
wird und dann durch langsames Drehen sichtbar wird, ob
die Achse rund läuft.
Wenn kein genügender
Rundlauf besteht, muss sanfte Gewalt wirken, um den
Rundlauf einzustellen. Vermut- lich wird das in
etlichen Fällen zur Lockerung der Radscheibe führen. In
diesen Fällen muss das Rad abge- nommen und die
Nabe mit UHU-PLUS-Endfest 300 ausgegossen werden. Nach der
Aushärtung in 24 Stunden kann dann die
Achsenbohrung neu gebohrt werden. Nun wird die Achse
wieder mit UHU-Harz in die neue Boh- rung (2,4mm
Durchm) eingepresst und der Rundlauf des Rades bei
eingespannter Welle geprüft und eingestellt. In der
eingerichteten Stellung bleibt die Achse 24 Stunden
unberührt stehen.
Bei der zweiten
Radscheibe der Achse wird das Rad eingespannt und wieder
der Rundlauf geprüft. Ist auch hier die Nabe
defekt, bzw. besteht ein Höhen- und Seitenschlag, dann
wird auch diese Nabe mit Harz ausge- füllt und
später die Achsenbohrung neu angefertigt. Die
Aufpressung des neu gebohrten Rades erfolgt in der 90-Gad-
Versatz-Stellung. Es wird dann ebenfalls ein wenig Harz
in die Nabe gegeben und mit dem Präzisi- ons-Parallelschraubstock
die Radscheibe aufgepresst. Anschließend muss neuerlich
kontolliert werden, ob das Rad nun rund läuft.
Nach kleinen Korrekturen bleibt die Achse dann wieder 24
Stunden stehen, damit das Rad in der richtigen
Stellung auf der Achse fest werden kann. Der beschriebene
Ablauf wird an jeder der fünf Achsen
gleichzeitig durchgeführt, sodass in zwei Tagen die
Antriebsachsen bestmöglich wiederverwendbar sind.
- Nun bleibt zu hoffen, dass diese Methode
wie angedacht funktioniert. Bevor es zu der Einrichtung
der Radscheiben kommen kann, müssen alle
Achsen ausgebaut und gründlich gereinigt werden.
Zu
diesem Zeitpunkt war alles Drumherum um das Fahrgestell
schon abmontiert, sodass nurmehr der ge- sammte
Rahmen mit der Vorlaufachse, den Antriebsachsen und dem Motor, übrig geblieben ist.
Man sieht jetzt auch, dass man die einzelnen
Radachsen nach oben aus dem Fahrgestellrahmen heraus
heben kann. Dazu muss man aberdie seitlichen
Haltebleche abschrauben, welche die Achsen und ihre
Lager im Rahmen
halten. Nachdem die Bleche abgenommen und ie
Radachsen aus dem Rahmen herausgenommen waren, fielen plötz- lich einzelne kleine Wellen der Übertragungszahnräder aus dem
Rahmen. Schließlich erfolgte die Reinigung
des stark verschmutzten leeren Fahrgestellrahmens mit
Waschbenzin. In der Folge wurde der Blechrahmen mit
Anti-Rostöl konserviert. Jetzt können die kurzen Wellen mit den
Zwischenzahnrädern wieder im Rahmen eingesetzt
werden. Um während dem EInbau der Antriebsachsen
das Herausfallen zu verhindern, sie werden
dann ja durch die seitlichen Haltebleche daran
gehindert, wurden sie an
den Bohrungen mit Loctide grün provisorisch gesichert.
Die
wie oben beschrieben auf die Achsen neu aufgepressten
Radscheiben wurden in der Aushärtungsfase des
UHU PLUS einseitig in dünklerem Rot ubermalt, damit die
Lok einen älteren Eindruck erzeugt. später wur- den
auch die Räder der anderen Seite und die
Tenderradblenden gestrichen.
Montage
der Antriebsachsen im Fahrgestellrahmen
Der
EInbau der drei Radachsen entwickelte sich zur
Geduldprobe, da die speziell geformten Lagerbuchsen in ihre
Ausschnitte im Rahmen eingeschoben und darin gehalten
werden müssen. EInen Trick, wie man die La- gerbuchsen
in den Rahmen einfach hineinschieben kann, habe ich leider nicht
gefunden. Kaum war eine Lagerbuchse im Rahmen,
musste ja die zweite Seite ebenso in den Rahmen gebracht
werden. Kaum biss die zweite Lagerbuchse an,
rutschte die erste wieder heraus.
Zum
Glück fand ich heraus, dass die Übertragungs-Zwischenzahnräder
seitlich verschoben werden können, damit man die richtige
Radstellung jder Achse einstellen kann. Das geht auch
noch, wenn sich einseitig alle Lagerbuchsen im Knickteil
in ihren Ausschnitten befinden. Nach der Korrektur der
Radstellungen kann das Halteblech wieder eingeschoben
und angeschraubt werden.
Jetzt kann auf
der gegenüber liegenden Seite versucht werden, alle
Lagerbuchsen in ihre Rahmenausschnitte einzuschieben.
Das dauert wieder einige Zeit. Ist es geschafft, kann
auch das zweite Halteblech eingeschoben und
festgeschraubt werden. Durch die Haltebleche werden die
Zwischenradwellen und die Lager in ihren Posi- tionen
gehalten und damit der Zahnradeingriff sichergestellt.
Der selbe Vorgang ist auch am kurzen Knickteil
zu wiederholen. Hier muss vorerst nur darauf geachtet
wer- den, dass die richtigen Radstellungen der
beiden Achsen hergestellt werden. Erst nach der Montage
der bei- den Haltebleche wird die Radstellung
des zweiachsigen mit dem dreiachsigen Knickteil
hergestellt. Um das zu ermöglichen, müssen die
Knickteile höhenbezogen leicht überbogen werden, damit
die vorderen zwei Achsen in der richtigen
Position eingerastet werden können. Ist das Fahrgestell
wieder gerade, sind alle Zahnräder im Eingriff.
Dieser Schritt ist so lange zu wiederholen, bis alle
Achsen in der richtigen Radstellung sind.- Leider habe
ich eine Radscheibe falsch aufgeschoben, sodass sie
wieder entfernt werden und neu mit Harz vergos- sen
und gebohrt werden musste. Die Montage erfolgte mit neuerlicher
Gabe von geringster Menge Harzes, damit die
Radscheibe nach ihrer Ausrichtung möglichst schlagfrei
auf der Achse sitzt. Nach 24 Stunden Aus- härtungszeit
konnte am Gleis ein Rollversuch des motorlosen Fahrgestells in den
engen Bögen des Testovals vorgenommen werden,
der zufriedenstellend verlaufen ist.
Endzusammenbau
mit Testfasen
Nun konnten beidseitig die Kurbelstangen
montiert werden. Im Anschluss daran erfolgte die Montage
des Zylinderblocks in den dann die seitlichen
Steuerungsmechanismen eingeschoben werden konnten. Mit
dem aufgeschobenen Schleifer-Halteblech konnte
der Zylinderblock
dann im vorgesehenen Rahmenausschnitt eingedrückt
und gehalten
werden. Nun konnten die Schubstangen montiert
werden und ein Test der Leichtgän- gigkeit des Antriebes und der Steuerung durchgeführt werden.
Im
nächsten Arbeitsschritt wurden die motorseitigen
Zahnräder eingeschoben und der Motor wieder zusam-
mengebaut.Anschließend wurden die Schleifkontaktplatten und
das Blechgewicht festgeschraubt.
Danach erstre
Probefahrt. Ergebnis: die Lok eiert noch immer, doch
annehmbar. Auch die Kurvengeschwin- digkeit in dem engen
Trix Express Bogen des Testovals war gleich wie
in den geraden Stücken. Also im Fahrgestell zwickt
derzeit nichts.
Der nächste Schritt bestand
in der Montage der beidseitigen Kuppelstangen. Dabei
fiel auf, dass die Befes- tigungsschrauben
teilweise nicht mehr gegriffen haben und mit Loctide
befestigt werden mussten. - Dann wieder
ein Probelauf, vorläufig ohne neuer Probleme.
Anschließend
kam es zur Montage der beidseitigen Steuerungsgestänge.
Vor dem Einbau wurde die Leicht- gängigkeit der
Schubstangen-Gleitstücke kontrolliert und für gut
befunden. Dann mussten von Fahrgestell alle Kontaktplatten
und das Blechgewicht abgebaut werden, damit der Halter
der Steuergestängebefestigung ein- gebaut
werden konnte. Mit einiger Geduld gelang das
schließlich. Die neuerliche Prüfung der Leichtgängigkeit der
Gleitstücke zeigte keinen Handlungsbedarf, sie ließen
sich leicht bewegen. Damit konnten die Schubstan- gen
an den Befestigungsbolzen angeschraubt werden. - Beim
nun folgenden Fahrtest brach wieder das Chaos aus.
Das Lokvorderteil wackelte so stark, dass man meinte die
Lok entgleist sofort.
Durch die
Verspannungen wurde ein schon schwach sitzender
Schubstangenbolzen im Rad gelockert und fiel während
des Fahrversuches aus dem Gewinde heraus. - Was
verursacht diese schrecklichen Störungen???
Bei
eingehender Betrachtung war zu bemerken, dass die
Gleitstücke zu exakt geführt sind und dass deren fallweises Verkanten zu
diesen Schäden führt. Nach dem schwierigen aber gelungenen
Aufbiegen der Gleite- lemente haben sie mehr Spiel
bekommen und verkanten nicht mehr, wenn die Schubstangen
irgendwann mal nicht genau fluchtend laufen. - Beim nächsten
Fahrversuch war zu sehen, dass die Wackelei weniger
stark war.
Doch nach schon nach einer kurzen Fahrstrecke fiel wieder
ein Schubstangenbolzen heraus; Loctide hilft bei zu
großem
Spiel auch nicht. - Zur Reparatur wurde der Bolzen mit
UHU PLUS versehen in die Bohrung einge- dreht.
Der Haltdes Bolzens wurde
dann wieder ausreichend fest.
Nun wieder ein neuer Fahrversuch.
Die Lok fährt besser, aber die Schubstangen sind dabei
abgeschraubt ge- wesen, um zu sehen, ob nach
deren Montage sich die Lokfahrweise ändert oder nicht.
Bei dieser Aktion fiel wieder ein schon früher
gelöteter Niet aus und die Schubstange war lose. Diesmal
wurde sie nicht neuerlich verlötet, sondern mit einer kleinen Schraube M 1,5
befestigt; und das hält.
Weitere Testrunden
vetrliefen brauchbar, aber lange nicht befriedigend. Und
dann, ... Plötzlich heult der Motor auf und die
Lok bleibt stehen. MIt Anschieben läuft das Lokwrack
wieder einige Zemtimeter weiter, um dann wieder
stehen zu bleiben. Seltsam, im Rückwärtsgang läuft die
Lok. Die Nachschau ergab, dass das motor- seitige
Antriebszahnrad nicht mehr ausreichend mit dem ersten
Übersetzungszahnrad im Rahmen im EIngriff war. -
Also musste einseitig das Halteblech
abgenommen werden, um zu dem Zahnrad zu kommen. Als
Lösung des Defektes konnte das Austauschen
zweier Übertragungszahnräder (von Achse zu Achse)
um- gesetzt werden. Heikel war dabei das
Herausziehen der Lagerwellen der beiden Zahnräder und
danach deren Montage. Der Zahnradtausch hat
funktioniert, die Lok "läuft" wieder.
Der
Abschluss einer unbefriedigenden Reparatur einer BR 50 001
Der nachfolgende Fahrtest war in einer
Fahrtrichtung "annehmbar" in der anderen aber mit
deutlicher Fahrt- verlangsamung und zeitweisem
Kurzschluss verbunden. Die Ursache liegt in der
eingestellten Spurweite der einzelnen Achsen, die sich aus deren
Achslänge ergab. Offenbar wurden die Achsen wegen der
Bogenfahrt ungleich lange gefertigt und müssen die einzelnen
Achsen an der richtigen Achslagerstelle eingebaut
werden. Ich habe das nicht so eng gesehen,
nicht darauf geachtet, und die
Achsen so eingebaut, wie sie am Tisch lagen.
Durch zu große Spurweite kommt es trotz Knickfahrwerk
zum Klemmen und die Lok wird dadurch lang- samer. Speziell
auf den Kleinbahngleisen war der negative Effeklt
besonders stark zu bemerken. Außerdem kam es mit der
Vorlaufachse in der "schlechten" Fahrtrichtung durch
die eiernde Fahrt zu kurzzeitigen Kurz- schlüssen des
bogenäußeren Rades mit dem Lokrahmen. Um das zu verbessern wurde
eine alte Kleinbahn- achse mit ihren
Vollkunststoffrädern angepasst und eingebaut. Der Effekt war gleich Null,
denn die Lok blieb trotzdem gelegentlich "stecken". Wo
der Fehler tatsächlich liegt, das möchte ich nicht mehr
erkunden, vermute aber, dass es wieder ein
Kurzschluss eines Radreifens mit der Knickrad-Achse ist.
- Aber die Lok fährt jetzt nach geringen
Spurweitenanpassungen wieder.
Ich bemühe mich,
bei Gelegenheit eine andere günstige BR 50,
vielleicht auch nur um ein BR 50-Fahrgestell zu
bekommen, denn das
wäre noch eine Möglichkeit, die Lok zu retten und voll
brauchbar zu machen. Ich beende das Projekt
vorerst und überlege, wie ich zu einer anderen guten BR 50 001 kommen
kann.
Es ergab sich, dass ich eine
andere und einwandfreie BR 50 ankaufen konnte. Ich bin
begeistert und be- schreibe das auch weiter
unten. - Die grausige Lok fährt ja, speziell im
Rückwärtsgang, sodass sie als Spiel- lok für
die Enkel verwendet werden könnte. Einzig in eine
Fahrtrichtung macht sie in der Bogenfahrt Stillstän- de,
so als würde irgendwo ein Kurzschluss vorliegen. Es ist
aber keiner zu finden. Meine Die Missgunst wurde aber
doch vom Interesse übertroffen, ob es nicht doch eine
Möglichkeit gibt, die Lok wieder zum Spielen ver- wenden
zu können.
Da bei den diversen
Versuchsfahrten eine Schubstange abgebrochen ist, musste
vor allen anderen Arbeiten die Schubstange
repariert werden. Mit einem kleine
Beryllium-Bleichstreifen wurde durch Verlöten wieder die Schubstange
brauchbar gemacht. Nun ging es mit der Lok 1
Ertüchtigung weiter.
Ein Vergleich mit Lok
2 zeigt, dass diese die weniger schöne starre
Vorlaufachse hat, aber problemlos die Bögen und
Weichen überfahren kann. Lok 1 hat jedoch eine starre
Vorlaufachse, die mit viel seitlichem Spiel die
Bögen hätte ausgleichen sollen. Das tat sie aber nicht,
wie sich reichlich zeigte.
Nun, der Versuch
die Vorlaufachse auszubauen und ohne die Achse zu
fahren, brachte eine überraschend brauchbar
laufende BR 50 zutage und es kam ein wenig Freude auf.
Nun fährt die Lok1 in beiden Fahrtrich- tungen
normal, lediglich ist die Rückwärtsfahrt merklich schneller, was
aber kein Problem ist. Der Grund dafür wird
nicht gesucht und die Lok auch nicht zerlegt, um
Nachbesserungen vorzunehmen. Um das Aussehen der Lok
dem Original anzupassen, drehte ich alte Kleinbahn
Kunststoffräder ab und baute diese auf der neuen
Starrachse ein. Um die Achse oben zu halten,
wurde mangels der originalen Blattfeder ein
Berylliumblech- streifen am Lokrahmen
angeschraubt. Und siehe da, jetzt läuft die Lok durchaus
brauchbar. Nach mehr als halbstündiger
andauernder Fahrt in beiden Richtungen, mag die Lok
nurmehr mit hohem Strom anfahren, da offenbar
der Motor heiß gelaufen sein dürfte. Nach ausreichender
Abkühlung gehts wieder anstandslos weiter. Positiv
ist, dass alle Antriebsräder trotz Langzeittestfahrt
noch fest auf den Achsen sitzen. Die Räder darf man NICHT
angreifen und verdrehen, sonst ist die Lok wieder
schrottreif. Fazit:
Die starre
Vorlaufachse beim Original ist eine gute Lösung des
Herstellers, wenngleich auch nicht sooo schön. Aber
derart bestückt funktioniert die Lok eben! - Hätte ich
das früher gemerkt, hätte ich mir viel Tüftelei, Arbeit
und Ärger erspart.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
ohne Haltebleche
unteres Zwischen-zahnrad seitlich verschoben |
richtige Zahnradstellung nur mit Halteblech |
Demontage der Haltebleche |
Halteblech wird abgehoben |
 |
 |
 |
 |
|
Halteblech einseitig entfernt-Blick auf die Achslager |
Ausbau der Achse-Lager zum Zahnrad schieben |
Rahmenansicht ohne Achse |
das große Halteblech wird entfernt |
 |
 |
 |
 |
|
alle Achsen ausgebaut |
Ansicht des Motors |
Bürstenschild abgenommen |
die Hauptzahnräder |
 |
 |
 |
 |
|
Ansicht Motormagnet von Zahnradseite her aufgenommen |
alle Teile des Fahrgestellrahmens |
der gereinigte Knickrahmen |
eine (von fast allen) defekten Radschei-ben |
 |
 |
 |
 |
|
die neu zusammengebaute Radachsen |
Ansicht des Fahrgestells mit Achsen |
|
alle Radstellungen richtig eingestellt |
 |
 |
 |
 |
|
beim Lauftest im Bogen alles OK |
Fahrgestell mit Motor - funktioniert |
Problemstelle Gleitstück es klemmt oft und belastet
den Hauptbolzen |
das problembehaftete Gleitstück mit der Bohrung des
herausgefallenen Niets |
 |
 |
 |
 |
|
die problematische Vorlaufachse |
neuerlicher Defekt |
Nabe wieder mit Uhu Plus ausgefüllt |
... läuft wieder brauchbar, doch mit Vorlaufachse
ohne Spurkränzen ! |
|
Lok Nr. 2 |
Die neue BR 50
001, Lok Nr. 2 - es kommt Freude auf!
Nachdem die erste Lok nach vielen Versuchen
der Reparatur zu einem Fass ohne Boden wurde,
besorgte ich mir eine zweite Lok, auch nicht fahrbereit,
aber sichtlich mit unverbastelten Rad- und
Steuerungsstellungen. Jetzt ist klar, dass der oder die Vorbesitzer
der Lok Nr 1 zu viel gebastelt haben und ich konnte das
leider nicht mehr verbessern. Die Lok fährt
zwar, ist aber als Dekorationsobjekt bei einem Lokschuppen
weit weg vom Fahrbetrieb, ist sie am Besten aufgehoben.
Doch
nun zu BR 50 001, Nr 2. Es war beim Kauf angegeben, dass der Motor
sich nicht dreht und einen Lagerschaden hätte.
Außerdem fehle die Tenderkupplung. Nun, das sind nach
meinen Erfahrungen mit Nr 1 Peanuts und so war es auch.
Der Versuch zu testen, ob sich der Motor nicht doch
dreht, wurde lediglich durch Brummen des Motors
quittiert. Also Kesselgehäuse abnehmen und
nachsehen, was da nicht funktioniert. Ein kleiner
Schock, denn eine beim Motor so stark verstaubte, verschmutze
Lok hatte ich noch nie. Schon beim zerlegen des Motors mir
fiel auf, dass die Distanzscheiben anders als
bei der anderen BR 50 auf den Schrauben aufgeteilt
waren. Das ergab, dass die Zahnräder des Hauptantriebes sich nicht mehr drehen ließen, vermutlich
deswegen, da sie mit massig Staub ver- klebt waren. Sogar
im Fahrgestellgetriebe waren neben den Zahnrädern mit Öl
verklebte Fusseln zu finden, die mühsam
mit Waschbenzin entfernt werden mussten.
Nach
der Reinigung wurde dezent geölt und das Fahrgestell von
Hand aus längere Zeit hindurch bewegt. Dadurch konnte sich das Öl
besser verteilen, damit später der Motor die Getriebezahnräder
zu bewegen imstande ist. Nun wurde das Lager- schild
gereinigt und korrodietrte Stellen blank
gemacht. Der Kollektor wurde auf der Drehbank
geschliffen und danach gereinigt und geprüft.
Da das Lagerschild vorher zu knapp saß, wurden zwei
M2-Beilagscheiben beigelegt und siehe da, das Getriebe
läuft nun leicht, obwohl das große Metallzahnrad etwas
eiert. Der Zusam- menbau des Motors
war klar und flugs konnte ein Test erfolgen, ob die Lok läuft.
Die Lok lief sofort und
sehr gut, ganz ohne eiern des Fahrwerkes, gleichgültig in
welche
Fahrtrichtung. - Ich war glücklich, denn nun hatte ich
eine Piko-50iger, die in Ordnung ist und schön
und leise läuft. (Mir wäre recht, wenn meine BR 18 von
Liliput so leise laufen würde.) Für mich steht
jetzt fest, dass die Loks aus den 80ziger
Jahren deutlich lauter laufen als meine BR 50 001 Nr 2.
Eine BR 50 001 aus der Zeit nach 1970 kann man
kaufen, doch wenn man eine Montagslok
bekommt, ...., na siehe oben bei Nr 1.
|

BR 50 001, Piko
Fahrvideo


 |
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
BR 50 001, Lok Nr. 2 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
das Innenleben vor der Reinigung |
|
Lagerschild mit Distanzscheiben |
verstaubter Anker |
 |
 |
|
|
|
|
gesäubert läuft sie wieder gut |
|
|
|
|
|
|