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Zu meiner kleinen
Sammlung von schweren Güterzuglokomotiven zählt neuer- dings auch eine BR 42 001 von Gützold. Die Lok stammt
aus den Jahren nach 1950 und hat daher schon einige
Runden gedreht. Entgegen der Bauart der Piko BR 50 001hat die BR 42 eine gelenkte Vorlaufachse und
ein starres Fahr- werk mit vier angetriebenen
und einer Blindachse. Das sieht sehr interessant aus,
wodurch die BR 42 eine willkommene
Abwechslung im Sammlungsbild unter den diversen BR
01-, BR 44-, BR 50- und BR 52-Loks.
Natürlich
bedarf die Lok einer Überarbeitung, damit sie
wieder eine schöne Alt- baulok aus DDR-Zeiten
werden soll und auch in Zukunft gefallen finden wird. |

DR 42 001, Gützold, ~1955
Fahrvideo |
Die
Restaurierung der BR 42 001 beginnt ... und endet rasch
An erster Stelle vor Beginn der Arbeiten an der Lok,
steht eine Probefahrt, bei der man sehen kann, wo es überall
krankt. Das Ergebnis der Testrunden ist überraschend,
denn die Lok läuft gut und relativ geräuscharm. Das
Getriebegeräusch ist leider nicht überhölrbar, kling aber
erträglich und ist nicht wirklich laut. Die Lok läuft
deutlich besser als meine vergleichbare Piko BR 50 001. Dennoch ist eine Reinigung der altenLok
notwendig, soll sie ja künftig voll einsatzbereit den Enkeln
zur Verfügung stehen. Doch zuerst muss ich finden, wie
man die Lok zerlegen kann......
Da
viele Stellen von außen gereinigt werden konnten, und der
Motor keine Probleme bereitet hat, habe ich mich entschlossen,
mir beim Öffenen der Lok, zB zwecks Lampentausch und
Kollektorreinigung, noch Zeit zu lassen. Die
außen geputzte Lok sieht gut aus und hat schon lange
Testfahrten hinter sich gebracht. - Doch die bisher ausgefallene
Beleuchtung störte mich, sodass sie instandgesetzt
werden sollte. Nur war nirgends zu erkennen, wie
man zu den Lämpenchen kommt. Die Lösungh: Es geht nur,
wenn der Kessel abgenommen wird.
Gehäuse
entfernen / - montieren
Das Öffnen der
Lok ist spannend. Erst nach der Demontage der
Vorlaufachse gelangt man zur darunter befind- lichen
Befestigungsschraube des Gehäuses. Entfernt man diese,
hängt das Gehäuse im Bereich des Fahrer- hauses
an einem bajonettartigen "Verschluss". Nach dem ersten
vorsichtigen Anhebens des Gehäusevorder- teils,
springen die Trittbleche entlang des Kessels beim
Fahrerhaus ein wenig auseinander. Der Trick ist, dass
diese Bleche so weit vom Kessel weg gezogen
werden müssen, bis sie die Befestigung frei geben
umd man den Kessel dann einige Millimeter nach
rückwärts schieben und das Gehäuse dann exakt nach oben
abheben kann. Bei der Montage des
Gehäuses müssen die seitleichen Trittbleche beim
Fahrerhaus zusammengedrückt werden damit das
Gehäuse in der weitest hinten liegenden Position auf das
Fahrgestell gedrückt werden kann. Danach
lässt sich der Kessel wieder nach vorne schieben, wo er
dann mit der Schraube wieder angeschraubt werden
kann.
Bei entferntem Kessel leigt das
Fahrgestell mit der Lämpchenhalterung frei zugänglich am
Tisch. Die beiden Lämpchen hatten oxydierte
Kontakte, es wurden dennoch beide erneuert.
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BR 42001, DDR, Gützold |
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kein Knickgelenk-Fahrgestell ! |
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die demontierte Vorlaufachse |
oben am Fahrerhaus sieht man die etwas wegstehenden
Trittbleche |
und so kommt man an die Lämpchen heran |
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