Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
    BR 38 1807 - Motorservice  (Hamo/Märklin)              (verschenkt)                      
   BR 38 3832 - Servicearbeiten  (Lilipüt Wien)
 
 
 In Erinnerung an meine Jugend fiel mir ein, dass ich einmal von meinen Eltern
 einen alt aussehenden Schnellzugwagen aus der DDR bekommen habe. Es war
 ein Oberlicht-Speisewagen der Firma Schicht, der mit Innenbeleuchtung und -ein-
 richtung ausgestattet war, der jedoch nicht für das Märklin-System vorgesehen war.
 Es leuchtete dort die Innenbeleuchtung nicht. Nachdem der Waggon ein Einzel-
 stück war und nicht zu den anderen Schnellzugwagen passte, verschwand er
 irgendwann.

 Heute erinnere ich mich an den schönen Eindruck, den die erleuchteten Tischlämp-
 chen bei mir hinterließen, sodass ich mir so einen Wagen beschaffen musste. Der
 damalige Reiz des Waggons wirkte noch immer und ich besorgte weitere zwei
 Schnellzugwagen und einen Paketwagen dieser Bauart dazu. - Da mein Freund
 gerne alte Züge auf  seine schönen Modellbahnanlage fahren lassen möchte,
 schenkte ich im die Lok.

 Einige Jahre danach  hatte ich mit sehr alten Liliput Loks Schwierigkeiten, weil
 deren Motore wegen Gussfehler defekt wurden. Da diese Motore kaum zu be-
 schaffen sind, kaufte ich zu niedrigem Preis eine schöne Liliput BR 38, deren
 Motor der gleich wie der in der BR 62 ist und als Tauchmotor verwendet werden
 kann. Solange bis ein Ersatzmotor gefunden wird, steht eben die BR 38 3832.




BR 38.1907, Hamo

Video



BR 38 3832, Liliput Wien
Video
 BR 38 1807  -  Motorservice an der HAMO-Lok
 
 Da lief mir beim Surfen ein Zugset von Primex über den Weg, welches sich als Orientexpress-Set bezeichnete
 und zu sehen war, welche Lok und Wagen da angeboten wurden. Nun, solche Waggons hatte ich schon, aber
 keine passende Dampflok, damit ich einen Orientexpress in Sparversion vielleicht einmal auf der Zweileiter-
 Anlage meines befreundeten Nachbars fahren lassen könnte. Es handelet sich beim Set um eine BR 38. Zwar
 bot Märklin 2016 ein neues Orientexpress-Set an, welches sich jedoch mit mehreren Wagen und einer BR 18
 als Dampflok darstellte. Jedoch bei der Suche nach einer kostengünstigen Hamo-Dampflok ergab sich zuletzt
 dar Ankauf der BR 38. Gerne hätte ich die ältere Version mit dem eckigen Tender gekauft, doch gab es dafür
 zu geringe finanzielle Mittel. - Dennoch reicht es für meine bescheidenen Anforderungen an die Naturtreue,
 dass sich mein Orientexpress aus nur vier Wagen und einer BR 38 zusammensetzt.

 Das Motorservice

 Leider ergab sich beim Probebetrieb der an sich sehr gut erhaltenen Hamo-Lok ein Fehler, der sich beim
 Anfahren der Lok gelegentlich zeigte. Die Lok wollte nicht anfahren und es ergab sich in der Folge ein kleiner
 Kurzschluss, der den schwachen Trafo zum Abschalten veranlasste. Also wurde im ersten Anlauf der Motor
 zerlegt und mit Spezialbenzin gereinigt. Weiters wurde der Kollektor überdreht. Es war jedoch am Kollektor zu
 sehen, dass der Isolierspalt zwischen den Kollektorsegmenten unterschiedlich breit war. Nach dem Zusammen-
 bau lief die Lok, jedoch war das gelegentliche Anfahrproblem noch immer nicht gelöst.

 Die neuerliche Zerlegung brachte zutage, dass mein Schmieröl (MSSR) nseinen Beitrag zu der fehlerhaften
 Funktion geleistet hat, denn der Kollektor war wie eingebrannt schwarz. Da ich in meinem Lager auch diverse
 Anker schiedenen Loks und Herstellern habe, ergab sich, dass ich einen Tauschanker in optisch gutem Zustand
 fand. Der Umbau war rasch erledigt, doch die Lok fuhr deutlich langsamer als zuvor. Allerdings blieb sie nicht
 mehr stehen, wenn die Fahrtrichtung gewechselt wurde. Doch die langsame Fahrt ließ mir keine Ruhe und ich
 stellte die geöffnete Lok auf meinen neuen Rollenprüfstand. Da erkannte man rasch, dass die Kohlen stark feu-
 erten. Mit dezentem Druck auf die Kohlenanpressfeder stieg die Drehzahl deutlich. Also wurden beide Schleif-
 kohlen erneuert und siehe da, die Lok läuft deutlich besser und ruhiger.

 Nach dem Zusammenbau wurden längere Testfahrten in beiden Richtungen durchgeführt, die sehr zufrieden-
 stellend verliefen. Eine Spannungsmessung ergab, dass die Trafospannung bei voller Fahrt des mit vier be-
 leuchteten Vierachsern von Schicht bestehenden Oldtimerzuges auf 10,7V zusammenbrach. Daher fuhr die Lok
 natürlich auch etwas langsamer.


       
BR 38.1807      
      der Motor liegt hier vorne
Entfernung der Steuerung Lösen der Lagerplatte der Anker wird mit dem Magnet ausgebaut der alte Anker samt Lagerplatte
  BR 38 3832  -  Servicearbeiten und nachfolgende Reparaturen
  
 Die Lok kam in meine Hände, um deren Motor in einer BR 62 Liliput Dampflok
 als Tauschmotor verwenden zu können. Doch fand sich inzwischen ein Ersatz-
 motor, weshalb die BR 38 nach Überprüfung und Reinigung zum Fahrtest kom-
 men konnte. Sie fuhr schlecht und ruckte schauderlich. Die Radstellungen waren
 unrichtig und eine Schubstange verbogen.

 Wie ich im Zuge der Ersatzteilbestellungen herausfand, ist die Lok eine aus der
 ersten Serie (~1960) , wie noch zwei Birnchen für die zwei Stirnlampen verbaut
 worden sind. Die Lok leidet unter dem bi Liliput oftz auftretendem Problem,dass
 sich Räder auf den Achsen verdrehen. Das passiert, wenn die Lok händich ge-
 schoben wird und das Rad mit dem Haftreifen sich dabei verdreht.
 
 
 Die sehr schöne Lok musste zerlegt werden, damit man die Räder besser zueinander verdrehen konnte.
 Als die Lok wieder normal zu fahren begann, kam es gelegentlich zu kleinen Kurzschlüssen eines hinteren
 Rades am Fahrgestell. Um den Fehler zu beheben, wurde nach Abziehen des Rades eine Kunststoffschei-
 be als Distanzhalter eingebaut. Das bewährte sich, doch lief das Rad nicht ruhig, es hatte einen Seiten-
 schlag. Zur Verringerung des Schlagens drückze ich an der richtigen Stelle auf den Spurkranz und schon
 war das Debakel geschehen. Das Rad war abgebrochen.  Die Speichenräder sind bei Liliput Dampfloks
 sehr fein nachgebildet und gebaut, sodass manmit Kraftanwendungenen äußerst vorsichtig sein muss.

 Inzwischen wurde Umschau im Internet gehalten, um zu eoinem Ersatzrad zu kommen. Es gabt nur einen
 kompletten Radsatz zu kaufen und der war in schwarz. Er muss vor dem Einbau rot lackiert werden, wobei
 der Farbton vermutlich nicht genau passen wird.

 Der Achstausch
 
 Damit die schadhafte Achse getauscht werden kann, muss das Fahrgestell total demontiert werden. Bei
 diesen alten Loks werden die Achsen mit einer Brücke im Gehäuse gehalten. Vor dem Entfernen der
 Achse wurden die Mitnehmer der Kuppelstangen herausgedreht. Danach konnte die Achsbrücke abge-
 baut werden und die schadhafte Achse mit dem Antriebszahnrad konnte entnommen werden.
 Das Lackieren der Räder der neuen Achse efolgte mit einem weitgehend passenden Revell Rot. Nach
 der Trocknung wurde die Achse ins Fahrgestell gegeben und die Achsbrücke konnte wieder befestigt
 werden. Noch bevor die Mitnehmer für die Kuppelstangen eingedreht werden konnten, erfolgte die Anpas-
 sung der Radstellung der Räder. Danach wurde die Kuppelstangen montiert und der ordentliche Lauf des
 Fahrwerks am Gleis überprüft. Es lief gut.

 Behebung des Bruchs des Motorträgers

 Bei der Demontrage der Lok wurde beim Hantieren der hintere Befestigungspunkt der Motorbrücke abge-
 brochen. Mit UHU PLUS und einem Streifen Beryllium Blech konnte die Reparatur erfolgen. Anschließend
 an den Achseinbau wurde der Motor wieder montiert und verdrahtet. Die anschließende Probefahrt war
 zufriedenstellend. Allerdings kam es bei Der Fahrt im kleinen Innenkreis zum AUfkippen des hinteren
 Tender Drehgestells, da der Tende am Lokgehäuse anstand. Zur Behebung dieses Mangels wurde eine
 um 3mm verlängerte Tenderkupplung aus einer GFK-Platte hergestellt. Danach läuft die Lok richtig gut.
 
 Es gibt jedoch ein Problem bei der Rückwärtsfahrt in engen Bögen, das aber nur in einer Fahrtrichtung.
 Umgekehrt läuft die Lok jedoch ohne Entgleisungsgefahr. Grund dafür sind die Spurweiteneinstellungen
 und das Seitenspiel der Räder an den drei Achsen, wobei die angetriebene Achse nich verändert werden
 kann (sonst Bruchgefahr).

 Besonders positiv ist das Laufgeräusch der Lok, wenn die Gehäuseschraube nicht fest angezogen wird
 und eine Dreiviertelumdrehung gelockert bleibt.
 Abschließend bin ich froh, dass mir die Reparatur der Lok gut gelungen ist und damit eine schöne und
 recht gut laufende Lok in die Sammlung kan.

       
      Video 
      Fahrwerk mit fehöendem Rad 
das gebrochene Rad  der Ersatzradsatz  Fahrgestell zerlegt  neue Achse muss noch lackiert werden
wieder Bruch des Motorträgers  Motorträger mit UHU PLUS geklebt  das fertig zusammengebaute Fahrgestell   
     
Tenderkupplung und ihre Verlängerung