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Die Piko BR 01.5
ist ein nettes Modell, wenn es jungfräulich aus der
Schachtel kommt. Wissend, dass ich eine
gebrauchte Bastellok kaufe, habe ich zugeschlagen. Nun,
die Lok kam mit einer gebrochenen Kuppelstange, einer
gebrochenen Ten- der-Stromkupplung einer
defekten Beleuchtung und einem Lokfahrwerk, welches sich
nicht einfach dazu verleiten lässtr, dass sich die Räder
drehen. Eigentlich kaufte ich die Lok als
Ersatzteilspender, vorallem wegen des Tenders, der
hier ein Kohletender ist, der ursprünglich an einer BR
03 gehangen hat. Die ganze Lok wurde matt
nachlackiert und sieht annehmbar aus. |

BR 01.5 (Nr 2) Piko
Fahrvideo |
Die Reparaturarbeiten
Zuerst wollte ich wissen, ob der Tender
motorisch und getriebetechnisch OK ist. Eine Testfahrt
war wegen gebrochener Stromkupplung nur mit
meiner ersten BR 01.5 möglich. Siew verlief
zufriedenstellend. Dann ver- suchte ich eine
provisorische Verbindung herzustellen und bei der Fahrt
zeigten sich die für mich typischen Probleme
mit dem Fahrwerk bei den Piko-Dampfloks aus der DDR.
Nun erfolgte die Zerlegung der Lok, denn ich
musste ja sehen weshalb die Beleuchtung nicht brennt und
wie eine Reparatur der Stromkupplung möglich
ist. Ohne lange nachzudenken entschied ich mich, die Lok
mit dem Tender lösbar fix zu kuppeln. Die Kupplung dazu stellte ich aus 3mm
Sperrholz her. Die Stromverbindung von den Kontakten am
Lokfahrgestell erfolgt mit Kabeln. Als
ich den Tender zerlegte kam mir in den Sinn, im Tender
eine Beleuchtung mit zwei LEDs einzubauen. Da
ich nur kleine (3mm Durchmesser) LED in orange habe,
wurden diese eingebaut. Ich nehme es da nichtso geenau.
Damit die Dioden die 16V
Maximalspannung ertragen können, wurde ein 470 Ohm 1/4
Watt Metallschichtwiderstand zwischengeschaltet.
Die Dioden wurden in die aufgebohrten Löcher bei den
Tenderscheinwerfern zart eingeklebt und verdrahtet.
Es funktioniert fahrtrichtungsabhängig, also bei
Rückwärts- fahrt. Allerdings musste wegen der
Verkabelung am Gewicht
des Tenders ein wenig abgefeilt werden, damit das
Tendergehäuse wieder ordentlich einklipst und hält.
Vor dem Zusammenbau Lok und Tender mussten
noch die Kabel an den Kontakten am Lok-Fahrgestell ange- lötet
werden. Die Stromkupplung wurde zuerst am Tender
eingehängt und dann das Tendergehäuse geschlos- sen
und durch einen dünnen Blechtreiber beim Kupplungslager,
der das
Aufspringen des Tendergehäuses verhindert,
gesichert. Anschließend konnte die Kupplung am Teil der
Lok aufgesteckt ,
die Kabel im Lokgehäuse verstaut und das rote
Bauteil
eingeklickt werden. Fertig! - Bei eventuellen
Zerlegungen des Gespannes kann man die Schraube beim
Tender entfernen und die Kupplung vom Dorn abziehen
und die Ka- bel auslöten.
Jetzt folgte der
erste Fahrversuch des Gespannes, der wie schon bei anderen DDR-Dampfern
wieder chaotisch ausfiel. Nun hatte das noch einen
weiteren Grund, denn auf einer Seite war die Kuppelstange kaputt
und es verkantete sich die erste Achse. Da ich
darauf vorbereitet war hatte ich ein Ersatzzteil und
auch Ersatz- bolzen und konnte den Fehler rasch beheben.
Abhilfe beim Fahrwerk ist zum einen eine erforderliche
geringe Verringerung der Spurweite bei den diversen Achsen.
Konkret sieht das so aus, dass sich bei meiner Lok alle
Räder drehen wenn: Vorläufer: 1. Achse 13,5mm
beträgt, 2. Achse: 14mm, 1 Fahrwerkachse: 14,2mm, 2.
Achse: 14,5, 3. Achse: 14,2mm, Nachläufer:
14,5mm. Hilfreich ist auch, die
Kuppelstangen im Bereich der mittleren Achse auf Höhe
deren Spurkranz ganz leicht bauchig zu biegen,
damit in der Bogenfahrt die Stangen den Spurkranz nicht
streifen können. Außerdem ist es ratsam gewesen,
die zwischen den Rädern befindlichen Bremsbacken ein
wenig abzuarbeiten, damit diese mehr Spiel zu
den Spurkränzen haben. Dadurch verringert sich der
Rollwiderstand bei Kurvenfahrt deutlich und
die Räder drehen sich wieder ständig mit. Um den Lokschwerpunkt
etwas tiefer zu bekommen werden an vielen
Stellen des Lokrahmens und auch am Vor- und Nachläufer
kleine Bleistückchen mit Sekundenkleber
angeklebt und später in Rot gestrichen.
MIt
diesen Arbeiten konnte ich mir meine Zeit vertreiben und
wieder eine brauchbare Lok herstellen. Der Grundgedanke,
die Lok für die Verwendung des Fleichmanntenders zu
haben, konnte nicht realisiert werden, weil
die Lok vom Vorbesitzer mattiert wurde und weil der
Triebtender sehr gut läuft. Was mache ich jetzt mit dem
Fleischmanntender, .......?
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Lokgehäuse abgenommen |
der Tender mit 2 Kabeln zum Stromanschluss für Licht |
die LEDs werden vorbereitet |
LEDs mit Widerstand eingeklebt |
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fertiger Tender:
Fahrvideo |
Stromkupplung neu (unten) |
die Lok ist jetzt brauchbar |
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