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Wie bei vielen
anderen Loks bestand auch zu dieser Loktype ein großes
Interes- se, um die Loksammlung zu
vervollständigen. Besonders zu dieser Lok habe
ich Erinnerungen aus meiner Jugend, wo ich sie
mehrmals am Bahnhof Leobersdorf sah, als ich in den
Ferien bei meiner Tante am Gut Dornau war, wo
mein Onkel Gutsverwalter war. Lokomotiv-Historie:
Die Lok wurde für leichte Städteschnellzüge konzipiert,
bei denen man den Paketwagen einsparen wollte
und es kam anders. Die 25 Loks wurden
letztlich vor Personenzügen und allerlei anderen
Aktionen eingesetzt. Am Ende befand man, dass
die Lok ein Triebwagen sei und daher wurden alle 1046 Loks
in 4061, eine Triebwagenkennummer, umnummeriert.
Die Lok
gekaufte Lok hat einen schweren Schaden am Rahmen, der
auch das
Gehäuse beschädigt hat. Deren Rahmen mit
seinen Bruchstücken konnte ich mit
viel Feingefühl und UHU Plus fast ganz gerade
bekommen. Ob der weiterhin so bleibt oder
auch weiterhin zerbröselt, wird sich zeigen? - Die Reparatur wird eine
Herausforderung. Allerdings
habe ich diese Art von Reparatur bei einer 1146 schon
erfolgreich erledigen können und hoffe, dass
mir auch bei dieser Lok die "Rettung" gelingt.
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 ÖBB 4061.06, "Gepäcktriebwagen"! (Klein
Modellbahn)
Video
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Die Reparatur des "Gepäcktriebwagens"
4061.06
Nach dem Eintreffen von
Lokomotiven waren die vermuteten Fehler sofort sichtbar.
Der Grundrahmen war stark gekrümmt und der
darüber befindliche schwarze Lokrahmen hatte Risse und
Deformationen an den Pufferbereichen. Infolge
der materialbedingten Ausdehnung und Krümmung des
Rahmens bekam das Gehäuse an den Eckbereichen
ebenfalls kleine Risse, die jedoch einfach mit
Sekundenklkeber dünn zu be- reinigen waren.
Um eine Reparatur des Rahmens durchführen zu
können musste die Lok zerlegt werden, sodass nur mehr der
schwarze Kunststoffrahmen und der beim Herauslösen aus
dem Kunststoffrahmen, teilweise zerbröseln- de
Gussrahmen am Arbeitstisch lag. Wie bereits bei zwei
anderen ähnlichen Fällen wurde zuerst der Kunst- stoffrahmen
begradigt. Dazu musste er vorgespannt werden und mit
dünnflüssigem Sekundenkleber geklebt. Leider
sind bei diesen Arbeiten alle Auftritte abgebrochen, was
ich verschmerzen werde. Die stark verbo- genen
Pufferbohlen waren nur schwierig zu biegen und brachen
aus und m ussten ebenfalls mit Sekunden- kleber
in richtiger Position eingeklebt werden. In
den fertigen Kunststoffrahmen wurden dann die
Bruchstücke eingepasst. Um etwaige weitere Dehungen abzufangen
wurde an den Bruchstellen insgesamt etwa 2 mm
Material abgetragen. Anschließend konnte Stück
für der Im Kunststoffrahmen liegende Metallrahmen mit
Sekundenkleber "geheftet". Da das sehr gut funktionierte
verzichtete ich auf das Einkleben des Rahmens mit UHU
Plus und verwendete ebenfalls Sekun- denkleber-
Der Rahmen wurde dadurch ausreichend fest. Es bleibt zu
hoffen, dass das Wachsen des Guss- rahmens
beendet ist und in einigen Jahren die reparierte Form
Bestand hat.
Der nächste Schritt war die
Überprüfung der Motordrehgestelle am Gleis. Sie bewegten
sich nicht aus zwei Gründen: EInmal war das
Haupzahnrad mit einem seltsamen Schmiermittel geschmiert
worden, das einem Langzeitschutzmittel für
Metallgegenständen glich und mit Waschbenzin entfernt
werden konnte. Seltsamer Weise waren auch
die Laufräder überzogen, sodass kein ausreichender
Kontakt zum Gleis zustanbde kam. Auch hier half
Waschbenzin. Nachdem die Drehgestelle stotternd aber
durchlaufend zu fahren begonnen hatten, wurde
dezent mit Modellbahnöl geschmiert. Anschließende lange
Laufzeit ergab, dass die Motor- drehgestelle
jetzt einbaufähig waren. - Es entstend die
Vermutung, dass die Lok noch nie gefahren wurde.
Um
die Drehgestelle einbauen zu können, müssen die Motore
abgeklipst werden und bei den Drehgestell- blenden
die Schrauben herausgedreht werden. Nun können die
Drehgesetlle einseitig in den Führungen eingeschoben
werden und die gegenüberliegende Führung muss nach innen
gedrückt werden, bis sie nach oben in den
Führungsschlitz einrastet. - Danach können die Kabel der
Motore wieder auf der Printplatte angelötet
werden und das Fahrgestell wäre bereit für einen ersten
Probelauf.
Fahrversuche
und Nacharbeiten
Beim ersten Fahrversuch zeigte
sich, dass die Verdrahtung passt und der Lokomotivrahmen
fährt. Allerdings kam es beim Befahren des
Innenkreises der Testbahn zu gelegentlichem
Entgleisungen eines Drehgestells, welches sich
nach der Bogenfahrt nicht ganz in die
Geradeausfahrtrichtung zurückstellte. Außerdem war zu erkennen,
dass das Drehgestell nicht mit allen Rädern am Gleis
auflag. Die Ursache war eine von mir zu ungenaue
Zusammenklebung der Rahmenbruchstücke, durch die bei
einem Drehgestell eine Schrägstellung des
Drehgestells entstanden ist.
Als Reparatur
wurde einseitiges Aufkleben einer ABS-Folie 0,8mm am
Auflagezapfen vorgenommen, was gut passte.
Beim anderen Drehgestell musste der teilweise
abgebrochene Auflagezapfen durch einen aus Kunststoff
aufgeklebten repariert werden. Weiters musste wegen der
ungenauen Positionierung der gegen- überliegenden
Drehgestellführung ein Kunststoffkeil eingeklebt werden,
damit das Drehgestell genauer ge- führt wird
und nicht verkanten kann.
Bei neuerlichen
Fahrversuchen ohne Gehäuse konnte zufrieden festgestellt
werden, dass jetzt die Drehge- stelle richtig
am Gleis aufliegen und ausreichend beweglich sind, um
die Unerbenheiten der Gleisanlage ausgleichen
zu können. Störend stellte sich heraus, dass ein
Getriebegeräusch in einer Fahrtrichtung sehr störend
wirkte. Bei genauer Betrachteung war zu sehen, dass der
Eingriff der Schnecke ins Zahnrad nicht passt.
Ursache war die Verformung der Achsblöcke, was zu
einer Fehlstellung der Motore führte. Zum Ausgleich
mussten an der Hinterkante der Motore eine 1,2mm
ABS-Stücke untergelegt werden. Damit war die
Geräuschbildung deutlich verringert. Jeder Achsblock war
unterschiedlich verformt. Es bleibt zu hoffen, dass
keine weitere Verformung eintritt. - Bei den Fahr-
und Reparaturversuchen wurde auch erkennbar, dass
die Stellung der minimal veränderbare Stellung der
Motore auf den Eingriff der Schnecke ins Zahnrad und
damit für die Geräuschentwicklung von großer Bedeutung
ist. Erschwerend ist bei den Versuchen die richtige
Stellung zu finden, dass mit dem montierten Gehäuse das
Laufgeräusch erst störend wird.
Problematisch
ist die Erreichung einer möglichst bündigen Auflage das
Gehäuses auf den Kunststoffrahmen. Nach
stundenlanger minimaler Nacharbeit an der Auflagefläche
ergab sich, dass das Problem durch die Stirnlichtplatinen
entsteht, die mit dem Führerstand genau abgestimmt
sind. Zur Verbesserung wurden die Fahrerstände
ausgebaut und eingefräst, um den Plkatz für die Platinen
zu schaffen. Der dadurch entstandene Schlitz
wurde abgedeckt, damit kein Licht nach oben durchdringen
kann. Weiters mussten am Gewichtsblock die
Ausnehmungen für das Gehäusedach vergrößert werden.
Danach ließ sich das Gehäuse um einige Zehntel
tiefer aufsetzen. Ich belasse es so und lebe mit einem
kleinen Spalt, speziell auf einer Seite. Auch
dass die Scheibenwischer nicht mehr vollständig sind,
sehe ich mit Gleichmut.
Abschließend
betrachtet hat mir die Reparatur Spaß gemacht und mit
wenig Geld zu einer 4061 verholfen. Die Lok
läuft gut und durchaus leise und ist für einen
Spielbetrieb bestens geeignet. Sorge bereitet mit die begonnene
Verformung der Achsblöcke (Motorträger). Sollte sich hier etwas
ändern, merkt man es beim Fahrgeräusch. Dann
drängt sich der Weg der Erneuerung durch
Messing-Nachbauteile zwingend auf.
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4061.04 |
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Video |
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Bilder vom
Ausgangszustand und der Reparatur |
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Schaden durch Fahrgestellfehler |
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Schaden bei Pufferbohle |
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der gekrümmte Rahmen |
andere Rahmenseite fast normal |
Ansicht von oben |
Seitenansicht gekrümmter Rahmen |
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typischer Eckschaden |
die Anschlüsse auf der Printzplatte |
Ansicht Spitzenbeleuchtung |
Bügel abnehmen vor Motorausbau |
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AUsklicken des Drehgestells |
auch das Drehgestell hat "Pest" |
Rahmenbruchstelle geheftet |
andere Rahmenbrüche |
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Klebstoff zur Verstärkung aufgetragen |
auch beim Vorbau Materialrisse |
das Gehäuse geklebten Rahmen |
Motore sind eingebaut |
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Verdrahtung fertig |
die bearbeiteten Fahrerstände |
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