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   1042 ÖBB (Liliput)  - Reparatur nach Ankauf
   1245 ÖBB (Liliput)  - Reparaturen nach Ankauf
 
 
 Um in der bestehenden kleinen ÖBB-Loksammlung eine Lücke zu schließen,
 beschaffte ich mir zu einem günstigen Preis ein Modell aus dem Hause Liliput
 in Wien. Nach Ankunft der Lok - Sichtprobe: Die Loks sieht ja toll aus, der opt-
 ische Zustand ist OK, aber das Motordrehgestell lässt sich nicht bewegen.
 Ursache: die Tragplatte aus Zinkdruckguss, die das Drehgestell und den Motor
 im Rahmen hält, ist zerbröselt. Außerdem dreht sich der Motor nicht, weil er
 achsial verspannt ist ---, wie es dazu kommen kann ??? -  Na gut, die Lok war
 kostengünstig und sie ist reparabel. Damit habe ich Freude, denn ich konnte
 mir beweisen, dass ich den Schaden noch mit meinen nachlassenden Augen
 reparieren kann.

 Nach geraumer Zeit wollte ich eine 1045 beschaffen, doch sind solche Model-
 le selten. Daher griff ich auf die 1245.532Lok zu, die optisch der 1045 gleicht.
 Die Lok ist eine modernere Version mit Bühler-Motor. Die Schäden der Lok
 bestanden aus gebrochenen Drehgestellmasken unter der Pufferbohle. Das
 konnte behoben werden. Die problematischen Scheinwerfer waren instandzu-
 setzen. Die Lok fährt jedenfalls zufriedenstellend gut und ist eine interessanter
 und gelungener Nachbau einer alten ÖBB Loktype.

 Wiederum Jaher danach stolperte ich über eine 1245.522, in roter Ausführung.
 Die Lok war sehr günstig, da nicht fahrbar, sah auf den Angebotsbildern jedoch
 gut aus. Nach der Lieferung zeigte ein Test, dass die Lok einen Kurzschluss
 hat. Darüber hinaus fehlt ein Scheinwerfer und das Gehäuse sitzt nurmehr lose
 am Fahrgestell.
 Die Reparatur bestand in der Fehlersuche, die wegen meiner Ungeschicklich-
 keit zu einer größeren Aktion geworden ist. Für die Befestigung des Gehäuses
 musste eine neue Methode gefunden werden. Die Nachbeschaffung des feh-
 lenden Scheinwerfers wird einige Zeit erfordern, aber ist ein lösbarer Fehler.


1042.504, Liliput
Fahrvideo

1245.532, Liliput
Fahrvideo

1245.522, Liliput
Fahrvideo
  1042.504  -  schwierige Reparatur

 Eine 1042.504 von Liliput wird zum Leben erweckt

 Bei dieser Lok lag ein gröberer Fehler vor, denn das Antirebsdrehgestell hatte keine Führung mehr im
 Lokrahmen. Die aus Guss bestehende Tragplatte war zerbröselt (Materialfehler). Bei der Ersatzteilbe-
 schaffung unerfahren, musste eine Lösung gefunden werden, um die Lok wieder fahrbar zu machen.

 Um zu sehen wie die Reparatur gelingen kann, wurde der gebrochene Drehgestellhalter provisorisch
 zusammengeklebt. Dann suchte ich das Internet ab, ob es dieses Teil vielleicht als Ersatzteil zu be-
 schaffen gibt, doch wie zu erwarten war, es gab kein Ersatzteil. Also musste das Teil nachgebaut werden.
 Daher wurden die Umrisse auf einem 2mm Flugzeugsperrholz aufgezeichnet. Dann wurde das Teil aus-
 gesägt, bearbeitet und im Lokrahmen eingepasst. Dann mussten noch die zur Ortung des Bleigewichtes
 notwendigen Winkel angefertigt und diese aufgeklebt werden. Nachfolgend muss alles eingepasst und
 erprobt werden. Erst danach konnte das Drehgestell wieder eingebaut werden. Die Anpassung der
 Drehgestelllage durch das neue Teil erforderte einige Bastelzeit. Schlussendlich passte es dann perfekt.

 Der Motor wurde nahezu ganz zerlegt und der Verzug des Motorrahmens behoben, damit er wieder leicht
 läuft. Dazu musste auch die Schnecke angewärmt und ca. einen Millimeter vom Lager weg verschoben
 werden. Jetzt schnurrt der Motor wieder.

 Mit dem neuen Ersatzteil war die Fertigstellung des Drehgestells möglich. Der Einbau des Motors war
 der erste Schritt. Nur mit der Originalschraube lief er jedoch nicht, da die Schnecke ohne Spiel auf dem
 Zahnrad auflag und sich der Motor nicht drehen konnte. Ein kleiner Streifen Isolierband ergab ein brauch-
 bares Spiel und die Lok läuft jetzt wieder. Nach dem Motoreinbau folgte die Befestigung des Bleigewich-
 tes und damit die Festschraubung des Drehgestell-Lagerteiles. Alles ließ sich leicht bewegen und die
 Drehgestelle standen ohne Verwindung am Gleis auf. Die Probefahrt konnte beginnen und nach einem
 langsamen Start wurde die Lok immer schneller bis sie ihre Betriebsgeschwindigkeit erreichte.
 Zuletzt musste noch die schadhafte Diode für die Beleuchtung getauscht werden. Anschließend konnte
 das Gehäuse mit einem Uhrmacherschraubenzieher wieder aufmontiert werden.

 Ich bin sehr zufrieden mit dem Geschafften, denn die Lok macht einen sehr neuen Eindruck und das ist
 für meine Sammlung ein großes Plus.

       
noch kein Schaden sichtbar am Sockel sieht man Risse der abgenommene Sockel mit Ausbrüchen und so funktioniert die Halterung
das Bruchstück zwecks nachbau aufgelegt  das Metallstück trägt das Fahrgestell das Ersatzteil aus Flugzeugsperrholz die richtige Einbaulage
der alte Motortyp ist montiert  Fertig gestellt mit Bleigewicht  Unteransicht des reparierten Fahrwerks   
ÖBB 1042.504, wieder fahrbereit      
   
       
   1245.522 in Rot  -  Reparatur
 
 Die rote 1245 wird einsatzfähig gemacht

 Eine grüne 1245.532 ist bereits vorhanden die ohne große Reparaturen einsatzfähig war. Die zweite,
 die rote 1245.522 hat einen größeren Schaden, sie fährt nicht und das Problem mit einem fehlenden
 Scheinwerfer ist lösbar. Um zu sehen was an der sehr billigen roten Lok (29.-) defekt ist, wurde ein
 Kabeltest an den Rädern durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Lok einen Kurzschluss hat. Der
 fehlende Scheinwerfer ist nachrüstbar. Weiters sitzt das Gehäuse nichtmehr, da die Haltenasen abge-
 brochen sind.
 Ursprünglich wollte ich die Lok haben, da sie einen alten Liliput Wien Motor hat, den ich als Ersatzteil
 für die alten Liliput BR 62 Dampfloks mit geklebt-reparierten Motorrahmen, verwenden könnte. Da die
 Lok insgesamt sehr gut aussieht, wurde sie repariert.

 In einer ruhigen Stunde nahm ich mir die Lok vor und versuchte den Kurzschluss zu lokalisieren. Bereits
 die erste Arbeit wäre die Lösung gewesen, denn ich sah, dass bei den Radschleifern am Fahrgestell
 die Farbe weggeschliffen worden war und der Verbindungssteg der Schleifer offenbar aufgebogen
 worden war, um guten Kontakt zur Masse zu bekommen.
 Doch ich wollte es genau wissen und baute den Motor der alten (heute sehr seltenen) Bauart aus, rei-
 nigte den  wenig verschmutzten Kollektor mit Waschbenzin, und ölte die Lager. Dann der Kabeltest
 direkt an den  Kohleschleifern und der Motor lief einwandfrei. Beim EInbau dann eine Ungeschicklichkeit
 und die Kolenschleifer fielen ab und mussten wieder eingehängt werden. Dabei gab es bei einem
 Schleifer das Problem, dass die Kohle aus der Halterung am Schleifer fiel. Beim EInbau erwischte ich
 die falsche Seite und lötete die Kohle noch dazu an. Danach fiel auf, dass der Schleifer falschherum
 sitzt und die Anpressfeder nicht einrasten kann. Also alles umbiegen, sodass es wieder einen brauch-
 baren Schleifer gibt. Es klappte.

 Doch der Kurzschluss bestand noch immer. Da die diversen Kabel anständig verlegt und unbeschädigt
 waren, konnte der Fehler nur bei den Radschleifern liegen. Die provisorischen Entfernung der Schleifer
 bestätigte den Verdacht, denn der Kurzschluss war nach Reparatur weg.
 Um den Kurzschluss zu beseitigen bog ich den Verbindungssteg am Schleíferhalter wieder gerade, in
 den Originalzustand zurück und klebte am Fahrgestell einen schmalen Streifen Isolierband auf. Der
 Schleifer wurde wieder montiert, und siehe da, der Motor lief und die Räder drehten sich, so wie es
 sein soll.

 Nun galt es eine Lösung zur Befestigung des Gehäuses zu erfinden. Es bot sich an, im kleinen mittigen
 Vorbau des Gehäuses eine dünne Bohrung einzubringen. Dahinter wurde ein 3x3x19mm Holzstück am
 Rahmen angeklebt. Nach dem Aufsetzen des Gehäudes wurde durch die bestehende Bohrung in das
 Holz gebohrt. Nach beidseitiger Prozedur waren dei Bohrungen fertig und es konnten 1mm Messingstifte
 in die Bohrungen eingedrückt werden. Fertig. Mit dem Fingernagel lassen sich die Stifte leicht entfernen.
 Der fehlende Scheinwerfer muss beschafft werden und kann dann befestigt werden.

 Etwas eigenartig erschien mir der Einschlagwinkel der Drehgestelle. Erst bei nach pPobefahrten wurde
 klar, dass éin Drehgestell an den angeklebten Einstiegleitern angestanden ist. Die Leitern wurden ent-
 fernt da auf unserer Spielbahn die Naturtreue Nachrang hat. - Die Lok läuft sehr gut und leise-

       
1245.522     Video
       
 
eine Lok aus früher Produktion       
  1245.532 in Grün  -  kleine Reparaturarbeiten

  Die grüne 1245 wird repariert

 Eine grüne 1245.532 ist bereits vorhanden die ohne große Reparaturen einsatzfähig war. Bei einem
 Absturz wurden an der Lok die Unterteile der Pufferbohlen samt den Kupplungen ziemlich beschädigt.
 Durch vorsichtiges Kleben mit Superekleber konnte wieder ein passables Aussehen erreicht werden.
 Die Lok ist eine aus einer jüngeren Serie, da sie einen modernen E-Motor hat. Sie läuft sehr gut und
 leise.

 
       
1245.532      Video
    mit Bühler-Motor Scheinwerfer wieder angeklebt
     
Rahmenteil wird eingeklebt