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Mein leiber Freund
Walter hat es geschafft, seine Modellbahnanlage wieder
in Schuss zu bringen. Bravo! - Als ersten
Schritt der Betriebsaufnahme testete er all seine
Lokomotiven und Waggons, ob sie ohne zu entgleisen
laufen. Doch hier tat sich ein weiteres
Arbeitsgebiet auf, nämlich die Loks und Wagen zu
kontrollieren und ggf. einem Service zu
unterziehen. Er vertraute mir seine "Problemloks" an und
ich begann sie zu warten und wieder zum Laufen zu
bringen.
Verzweiflung überkam bei ihm aber
bei seiner schönen Dampflok BR 05 300 von Liliput
Wien. Sie fuhr einige Meter und blieb danach mit
laufendem Motor stehen. Als er mir das Problem
schilderte beruhigte ioch ihn, denn dieser Fehler tritt
leider bei vielen Liliput Lokomotiven aus alter
Wiener Produktion auf. Ein Werkstofffehler verursacht
eine Aufweitung des Mitnehmers, sodass dieser
durchrutscht und keine Leistung übertragen
kann.
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BR 05 003
Fahrvideo |
Reparatur der
BR 05 003 - der Antrieb wird repariert
Am Beginn der Reparatur stand eine Proberfahrt bei der
die Art des Ausfalls der Lok zu erkennen sein soll. Keine
drei Runden am Testoval gefahren, blieb die Lok mit
laufendem Motor stehen. Nun war mir alles klar, denn
diesen Fehler kenne ich schon von anderen Lokomotioven.
Vor der Reparatur musste herausgefunden
werden, wie das Fahrgstell des Tenders vom Gehäuse
getrennt werden kann. Drei Schrauben
am Fahrgestell verbinden es mit dem Tendergehäuse. Um
den Antrieb aus dem Tender zu bekommen müssen
die Drehgestellblenden beidseitig abgenommen werden. Als
nächster Schritt bei der Reparatur wurde die Printplatte
vom Motor abgeschraubt. Nun liegt der Antrieb da und
man kann den Motor abschrauben. Als der Motor lose war
war sofort zu sehen, dass der Mitnehmer nur lose
auf der Motorwelle sitzt.
Zur
Schadensbehebung wurden der Motorwelle einige Kerben
zugefügt. Ein Tröpfchen Loctide grün in der Mitnehmerbohrung
und schon konnte der Mitnehmer auf die Welle
aufgeschoben werden. Um die richtige Distanzierung
des Mitnehmers zu erreichen, wurde der Motor mit dem
Mitnehmer an die Motorbefestigung angedrückt.und
danach noch etwa 1mm nachgepresst. Ein anschließender
Probelauf mit externer Stromver- sorgung
verlief erfolgreich.
Der wieder am
Fahrgestell montierte Motor konnte nach einigen Minuten
wieder angebaut, die Printplatte angeschraubt
und der gesamte Antrieb wieder im Tendergehäuse
eingebaut werden. Die Drehgestellblenden wurden
zuletzt mit ein wenig Druckkleber in die Halterung
gepresst.
Die anschließende mehrnminütige
Probefahrt verlief erfolgreich, jedoch war zu erkennen,
dass die Lokomotive mit dem engen Radius des
Testovals nicht optimal zurecht kam. Auf den
Gleisanlagen der Anlage von Walter wird sie
jedoch wesentlich besser fahren.
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BR 05 003, Liliput Wien |
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